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Printmedien am stärksten nachgefragt

Stadtbücherei-Bilanz Printmedien am stärksten nachgefragt

Konsolenspiele, Spielfilme im Blu-Ray Format, Mobil-Katalog der Stadtbücherei auf dem Smartphone ­sowie Lesefestivals sollen die digitale Medien­nutzung erweitern.

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Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (von links), Fachdienstleiter Jürgen Hölzer und Bibliothekarin Heike Rothmann präsentieren die neue Medienausleihe von Konsolen-Spielen.

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. Etwa 101000 Medien stehen derzeit den Besuchern der Stadtbücherei Marburg zur Verfügung. „So gehören neben Printmedien auch CDs, Filme, Hörbücher, Konsolenspiele, E-Books und der Zugang zu Datenbanken zu den selbstverständlichen Dienstleistungen unserer zeitgemäßen Bibliothek“, sagte Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD). „Abseits des Mainstreams, reicht unser Angebot weit über Belletristik und Magazine hinaus. Wir bieten unseren Nutzern besondere Sachen mit qualitativem Standard an“, ergänzte Fachdienstleiter Jürgen Hölzer während des Jahrespressegespräches.

Neue Werbemotive auf den Plakaten sollen dabei die Verschiedenartigkeit an Medien der Stadtbücherei repräsentieren. Mit einem Plus von 2,8 Prozent stiegen die Medienausleihen zwischen 2013 und 2014 wieder leicht an, dennoch machen gut 60 Prozent aller Ausleihen unangefochten die Printmedien aus. Mit einer Gesamtanzahl von 473545 Ausleihen im Jahr 2014 geht der deutliche Trend zur Nutzung von Onlineausleihe-Angeboten. Über den „Onleihe-Verbund Hessen“ mit inzwischen 80 angeschlossenen Bibliotheken landesweit können Nutzer sehr bequem digitale Inhalte konsumieren.

Vor allem beliebt: Der kostenlose Zugriff auf E-Books, Videos, Hörbücher, Musik und Sprachtrainer sowie elektronischen Zeitungen. „Die neue Nutzungspraxis der Onlineausleihe bringt jedoch zwei entscheidende Problemfelder mit sich, aufgrund von Verlags- und Urheberrechten“, konstatierte Hölzer. Die Medienverlage verweigern zunehmend die nötigen Lizenzen, um die eigenen Vermarktungsangebote zu stärken.

Weiterhin beschränken sich einige Lizenzen besonders für E-Books auf eine befristete Zeit - zum Nachteil des Bibliotheksverbundes. So sieht die Lizenzpolitik der Verlage vor, nur eine temporäre Vergabe für zirka zwei Jahre zu vergeben und diese gegen weitere Gebühren entsprechend zu verlängern.

Auch aufgrund des vielfältigen digitalen Angebotes stehen die Bibliotheken vor einem Strukturwandel. „Bauliche Veränderungen und neue Konzepte verlangen nach einem ,Kommunikationsort Bibliothek‘ als Treffpunkt, um digitale Medien in Zukunft auszuleihen“, sagte der Fachdienstleiter.

Mit einem Förderpaket des Landes Hessen konnten zur Ergänzung des Angebotes aktuell insgesamt 172 neue Konsolenspiele angeschafft werden, welche mit zweiwöchiger Ausleihdauer für einen Euro pro Spiel ausgeliehen werden können. „Seit Februar 2015 stehen diese für vier Konsolenarten der Hersteller Sony und Nintendo zur Ausleihe bereit“, berichtete Bibliothekarin Heike Rothmann. Mit dem Schwerpunkt auf Familienspielen und zeitgemäßem Freizeitangebot, soll die Kategorie des neuen Medienangebots zusätzlich zu den einmal monatlich stattfindenden Leseveranstaltungen, die Kompetenzen besonders von Kindern und Jugendlichen stärken.

von Arnd Hartmann

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