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Presse quetscht den Müll zusammen

Neues Müllentsorgungssystem Presse quetscht den Müll zusammen

Bei überfüllten Papierkörben landen Abfälle daneben. Dies soll mit einem neuen Papierkorbsystem verhindert werden.

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DBM-Mitarbeiter Michael Simon zeigt das Innere einer neuen Solar-Mülltonne am Elisabeth-Blochmann-Platz.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „BigBellySolar“ heißt der modernste Papierkorb der Stadt, von dem drei seiner Art für einen Testlauf zurzeit auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz und Umgebung stehen. „Dieser Papierkorb fasst siebenmal so viel Müll, wie ein ebenso großer Abfallbehälter“, erläutert Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach.

Ab einer bestimmten Müllmenge, setzt die solarbetriebene Presse ein, die den Müll im Behälter komprimiert. Dieser Vorgang sei fast geräuschlos und nach 50 Sekunden abgeschlossen, erläutert Jürgen Wiegand, Betriebsleiter des Dienstleistungsbetriebs Marburg (DBM).

Die drei neuen Papierkörbe wurden bewusst auf dem Blochmann-Platz und Umgebung aufgestellt, da dort besonders viel Mülle anfalle.

Da der Abfall über eine Klappe in das Innere des Behälters befördert wird, haben Krähen keine Möglichkeit, den Abfall wieder herauszuholen. Nach Angaben des Herstellers seien die Papierkörbe auch sicher vor Randalierern.

Ob sich das System für Marburg eignet, solle in den Sommermonaten getestet werden. Für den Test zahlt die Stadt 300 Euro pro Papierkorb. Entscheide sich die Stadt für eine Anschaffung wären 4.000 Euro pro Papierkorb fällig. Laut Wiegand koste aber auch schon ein größerer Mülleimer 1.200 Euro.

Entscheidend sei, dass die Müllbehälter genutzt werden. Von daher sei es wichtig, dass die Stadt mit entsprechend vielen Behältern ausgestattet sei.

Das System „BigBellySolar“ habe ein Stadtverordneter in Koblenz entdeckt und angeregt, dies auch in Marburg zu testen.

von Heike Horst

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