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Preise für Individualität und Neugier

"Rotary"-Preis Preise für Individualität und Neugier

Bisher fand ehrenamtliches Engagement durch Studenten in Marburg wenig öffentliche Beachtung. Der Förderpreis des Rotary Club Marburg und der Stiftung "Landgraf Philipp von Hessen" hat das nun geändert.

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Die Preisträger freuten sich nach der Preisverleihung gemeinsam mit Professorin Heike Schnoor (Sechste von links) und Michael Preusse (Siebter von links), dem Präsidenten des Rotary Club Marburg und der dazugehörigen Stiftung.

Quelle: Rike Werner

Marburg. Marburg ist eine Universitätsstadt mit allen Facetten. Die Studenten prägen und bereichern das Leben in Marburg spürbar. Bislang erhielt jedoch, das bürgerschaftliche Engagement vieler Studenten wenig öffentliches Interesse. Ehrenamtlich wurden bereits viele kulturelle und soziale Projekte realisiert, die Menschen in Not helfen und das Gemeindewesen stärken.

Der Rotary Club Marburg und die Stiftung „Landgraf Philipp von Hessen“ haben nun mit dem Förderpreis „Ideen und Engagement“ eine Initiative gestartet, durch die eben diese Projekte öffentliche Wertschätzung und finanzielle Anerkennung erhalten sollen.

Am Freitag wurden die Preisträger, die aus insgesamt 30 Bewerbern ausgewählt worden sind, bei einer feierlichen Preisverleihung im vollbesetzten Rathaussaal bekannt gegeben.

Des Weiteren wurde der Sonderpreis „Studieren auf Augenhöhe“ von der Blindenstudienanstalt vergeben.

Preise für „Rock Your Life“, „MediNetz Marburg“, „PITT“ und „trugschluss“

„Gerade der unverstellte Blick von Studierenden, ihre Kreativität und Neugierde lassen individuelle Projekte entstehen“, sagte Professorin Heike Schnoor, die als Initiatorin für den Preis fungierte und bei der Verleihung dessen Zielsetzung und Zielerreichung erläuterte.

Die vier Preisträger sind „Rock Your Life“, „MediNetz Marburg“, „PITT“ (Sonderpreis der Blista) und „trugschluss“.

„Rock Your Life“ engagiert sich für gute Zukunftschancen für Heranwachsende, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft. In einem Partnerschaftsmodell stellen sich Studierende zwei Jahre lang zur Verfügung, um Jugendliche zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihr individuelles Potenzial zu entfalten. Unter anderem erleichtern die Studenten den Schülern den Übergang ins Berufsleben oder auf eine weiterführende Schule.

Das „MediNetz Marburg“ ist eine Vermittlungszentrale zur medizinischen Versorgung für Migranten, Flüchtlinge und Menschen ohne Papiere. „Wir versuchen, durch unsere Arbeit die Lebensrealität von Illegalisierten in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen und menschliche Notlagen zu mindern“, heißt es auf der Homepage des Verein. Langfristiges Ziel des Projektes ist die Eingliederung von Migranten und Flüchtlingen in die medizinische Regelversorgung.

Mit dem Preis wurde ein Preisgeld in Höhe von 10000 Euro vergeben

PITT steht für „Prävention und Integration durch Judo“ und ist ein Projekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Projekt fördert durch den gemeinsamen Judosport von Studierenden, Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung und Flüchtlingskindern die Inklusion. „Sport, gerade Judosport ist äußerst dazu geeignet, Werte wie Fairness, Gleichberechtigung und Respekt weiterzugeben“, sagte Melina Stein, eine der Preisträger. PITT erhielt den Sonderpreis der Blista.

„trugschluss“ ist ein Zusammenschluss von Studenten, die zeitgenössische-experimentelle Musik in Marburg etablieren wollen. Die studentische Initiative strebt an, Marburgs Kultur zu erweitern. Acht Konzerte konnten durch das Projekt bereits organisiert werden.

Mit dem Preis wurde ein Preisgeld in Höhe von 10000 Euro vergeben, das auf die Preisträger verteilt wurde und der weiteren Förderung der Projekte dienen soll. Die Volksbank Mittelhessen stellt als Hauptsponsor die Hälfte des Preisgeldes zur Verfügung.

Der Preis wurde in enger Kooperation mit der Stadt Marburg und der Philipps-Universität vergeben. Für musikalische Unterhaltung während der Preisverleihung sorgte die dreiköpfige Band „Kagia“.

von Rike Werner

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