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Praxen zwischen den Jahren teils offen

Bereitschaftsdienst über die Feiertage Praxen zwischen den Jahren teils offen

Zwischen den Jahren öffnen Hausärzte in Marburg und Umland ihre Praxen für Notfälle, nicht jedoch für Terminsprechstunden. Im ländlichen Gebiet wechseln sich die Praxen ab, so dass immer eine Besetzung gewährleistet ist.

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Der Bereitschaftsdienst der Hausärzte am Diakoniekrankenhaus in Wehrda versorgt die Patienten an den Feier- und Brückentagen, wenn die Praxen geschlossen haben.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. So fasst es Dr. Barbara Fröhlich (Archivfoto), Hausärztin in Marburg und Obfrau für den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD), im Gespräch mit der OP zusammen.

Der ÄBD am Diakoniekrankenhaus in Wehrda steht für die hausärztliche Notfallversorgung bereit, wenn die Praxen geschlossen haben. An den Weihnachtstagen (24., 25. und 26. Dezember) sowie auch schon am heutigen Freitag und rund um den Jahreswechsel vom 30. Dezember bis zum 1. Januar gilt dies für die üblichen Zeiten, nämlich täglich von 8 bis 24 Uhr. Regulär sei die Praxis am Hebronberg an diesen Tagen mit einem Arzt besetzt, zu den Stoßzeiten mit zweien, kündigt Obfrau Fröhlich an.

An den Feier- und Brückentagen ist der Fahrdienst des ÄBD rund um die Uhr im Einsatz. „Hausbesuche erfolgen dann, wenn die Patienten nicht transportfähig sind, beispielsweise bei älteren Menschen“, erläutert die Ärztin. „Kinder können in der Regel gebracht werden“. Die Notdienst-Ärzte kann man über die zentrale ÄBD-Nummer für einen Hausbesuch anfordern. Unter 116 117 erreichen Patienten die Disposition in Kassel, „dort werden sie dann auch ärztlich beraten“, erklärt Fröhlich.

Bei der Notversorgung durch die Hausärzte in Marburg zwischen den Jahren gilt: Nur einige wenige Praxen sind geöffnet, „vier große in Marburg“, sagt Fröhlich. In den Landgemeinden sorgten die dort niedergelassenen Ärzte für Absprachen. „An jedem Tag öffnet einer und übernimmt dann die Patienten von den anderen, fährt dann auch zu den Hausbesuchen raus.“

„Die Grundversorgung können wir gut darstellen“

Fröhlich geht davon aus, dass ihre Kollegen, die die Praxen zwischen den Jahren öffnen, dann keine Terminsprechstunden anbieten, „aber die Grundversorgung können wir gut darstellen“. Blutuntersuchungen im Labor seien möglich, „und auch eine Röntgenpraxis hat zwischen den Jahren geöffnet“. Der Fahrdienst des ÄBD fährt zwischen den Jahren am Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr sowie am Mittwoch ab 14 Uhr zu Hausbesuchen.

Bei ihrem Hausarzt können die Patienten erfragen, an wen sie sich zwischen den Jahren wenden können. Falls die Praxis geschlossen ist, informiert die automatische Ansage auf dem Anrufbeantworter gewöhnlich, wer die Vertretung übernimmt. Fröhlich empfiehlt zudem das neu erschienene und vielerorts verteilte Magazin der Ärztegenossenschaft Prima, das einen Überblick zu den Praxen enthält, die zwischen den Jahren geöffnet sind.
Der Kinderärztliche Notdienst am Uniklinikum (Baldingerstraße) ist an den Feier- und Brückentagen von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

von Carina Becker-Werner

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