Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Praktische Unfallvermeidung steht im Fokus

Verkehrsaktionstag der Feuerwehr Praktische Unfallvermeidung steht im Fokus

Der erste Verkehrsaktionstag der Ockershäuser Feuerwehr fand am Samstag auf dem Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions statt.

Voriger Artikel
Spies: „Haushalt der Ernüchterung“
Nächster Artikel
Im Radio läuft viel mehr als nur Musik

Beim Verkehrsaktionstag auf dem Parkplatz des Gaßmann-Stadions führte die Feuerwehr auch die Rettung einer Frau aus einem Unfallauto vor.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Am vergangenen Samstag fand auf dem Parkplatz des Georg-Gaßmann-Stadions der erste Aktionstag Verkehr statt, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr Ockershausen. Schirmherr Dr. Thomas Spies gratulierte den Veranstaltern – vertreten von Björn Heinrich – zu der erfolgreichen Veranstaltung. Der SPD-Politiker übergab nach der Eröffnungsansprache auch gleich das neue Feuerwehrauto.

Für die meisten habe die Feuerwehr ja nur etwas mit Bränden zu tun, aber darüber hinaus spiele das Thema Verkehrssicherheit bei den Feuerwehrleuten natürlich auch eine große Rolle, sagte der Oberbürgermeister. Denn wenn es auf den Straßen richtig gekracht habe, dann müsse auch die Feuerwehr anrücken.

„Da ich selbst noch regelmäßig im Notfallwagen aushelfe, weiß ich, wie belastend die Erfahrungen im Zusammenhang mit schweren Unfällen sein können und wie stressig solche Gefahrensituationen für alle Beteiligten sind. Wer sich also in diesem Maße engagiert und Leib und Leben für andere riskiert, der verdient dabei zumindest die beste Ausrüstung“, sagte Spies.

Eben diese lasse sich die Stadt auch etwas kosten.335 500 Euro betrug der Preis des neuen Löschgruppenfahrzeugs mit 2 000 Litern Kapazität. „Für mich ist es das erste Feuerwehrauto, das ich übergeben darf, zum Glück war die Planung dafür schon abgeschlossen, bevor die Haushaltssperre in Kraft trat“, so Spies.

Häufige Unfälle trotz moderner Technik

Neben den diversen Gerätschaften der Feuerwehr sowie Verköstigungen und Tombola konnten die Gäste des Aktionstages auch einiges selbst ausprobieren wie etwa einen Fahrsimulator, einen Aufprallsimulator, die Bedeutung des toten Winkels und vieles mehr.

Das Ziel der Veranstaltung lautet Aufklärung, die Bürgerinnen und Bürger sollen für die Risiken des Verkehrs-Alltages sensibilisiert werden, um schwere Unfälle zu vermeiden. Denn trotz moderner Technik und schnell eintreffender Hilfe
kommt es dabei noch immer häufig zu schweren Verletzungen und Todesfällen.

„Wir wollen verdeutlichen, wie groß etwa der Unterschied zwischen dem Abbremsen bei Tempo 30 und Tempo 50 ist, oder warum der Schulterblick eine so große Bedeutung hat,“ erklärte Björn Heinrich.

Über sechs Monate hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Ockershausen auf diesen Tag auf 1 700 Quadratmetern Fläche vorbereitet und wurde dafür mit interessierten Gästen und gutem Wetter entlohnt. Die Gäste schauten besonders gebannt zu, wie schließlich während zweier Vorführungen eine Feuerwehrfrau aus einem kollidierten Fahrzeug herausgeschnitten wurde.

Dabei stiegen die Feuerwehrleute zunächst durch die eingeschlagene Heckscheibe ein, stabilisierten das vermeintliche Opfer und entfernten schließlich mit der großen Zange die Fahrertür, um die junge Frau sicher auf
eine Bahre umlege zu können.

von Marcus Hergenhan

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr