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„Poppig und wild“ auf der Suche

Jugend von heute „Poppig und wild“ auf der Suche

Zum Bersten voll war die Halle des Gemeindezentrums der evangelischen Hochschule Tabor beim Jugendtreffen am Wochenende: Mehr als 1.100 Jugendliche sehnen sich beim Tabor-Jugendtreffen nach Gott, Liebe und Freundschaft.

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1.100 Jugendliche aus ganz Deutschland kamen am Wochenende in das Tabor-Gemeindezentrum, um über Sehnsucht zu sprechen.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Mehr als 1 .100 Jugendliche von Ostfriesland bis Augsburg und von Sachsen bis Köln sind zu dem Jugendtreffen angereist, das inzwischen bundesweit bekannt ist. Schließlich lädt Tabor seit mehr als 80 Jahren regelmäßig zu diesem Treffen Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren ein.

Ein Wochenende lang findet ein bunt gemischtes Programm statt, bei dem die Jugendlichen nicht nur über ihren Glauben sprechen, sondern auch bei Konzerten feiern, in Workshops, in verschiedenen Sportarten und Kreativangeboten, wie etwa Breakdance, Gospelchor oder kreativen Geschenken reinschnuppern oder in Seminaren über Themen sprechen, die ihnen am Herzen liegen.

In diesem Jahr stand die gesamte Veranstaltung unter dem Motto Sehnsucht. Dabei ist vor allem die Sehnsucht der Menschen nach Gott gemeint. Martin Scott aus Hamburg sprach zur Eröffnung am Freitagabend über diese Art der Sehnsucht.

Aber auch andere Sehnsüchte, die Menschen antreiben können, kamen zur Sprache, schließlich sehne jeder Mensch sich nach anderen Dingen, Gefühlen und Lebenswegen, so Tabor-Pressesprecher Uwe Schmidt. Das Sehnen nach Liebe treibe viele Menschen an, ebenso wie der Wunsch nach Freiheit, nach Erfolg, Veränderung, Freundschaft oder Abenteuern.

Scott sprach auch am Samstagabend wieder zu den über 1.100 Jugendlichen, die sich im Gemeindezentrum versammelt hatten. Diesmal erzählte er von der Sehnsucht Gottes nach jedem einzelnen Menschen.

Dabei sind die Vorträge aber keinesfalls Monologe eines Referenten: Die Organisatoren von Tabor und dem Marburger Bibelseminar haben sich viel gedacht bei der Organisation der dreitägigen Veranstaltung. So waren auch die Vorträge spannend und kurzweilig gehalten: Musik und Spiele gehörten ebenso zum Programm, wie Interviews. „Wir haben versucht, ein interaktives Konzept zu erarbeiten. Ein bisschen wie bei „Wetten, dass...?!“, erklärte Tabor-Sprecher Schmidt: „Wir sind eine bunt gemischte Gruppe und konfessionell sehr offen.“

Seit mehr als 80 Jahren habe sich das Jugendtreffen stets weiterentwickelt und versucht, der „Jugend von heute“ gerecht zu werden. „Und heute ist die Jugend nun einmal mehr poppig und wild – und das spiegelt sich in der Tagung wider“, sagte Schmidt.

Deshalb bleibt es für die Jugendlichen nicht nur bei Gesprächen, Seminaren und Vorträgen: Auf dem Programm standen auch viel Musik und eine Party: Am Freitag begeisterte die Band „ceil“ mit gekonnter Musik und Texten mit Tiefgang. Samstag feierten die Jugendlichen dann zur Musik von „good weather forecast“. Sie unterhielten mit SkaRock und auch ihre Texte haben eine tiefere Bedeutung.

Den Sonntag widmeten die Jugendlichen wieder ganz ihrem Glauben: Sie feierten einen Gottesdienst zum Thema „Ich sucht wir“. Wer wollte, traf sich vorher zum gemeinsamen Singen.

von Patricia Kutsch

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