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Kriminalität

Polizeitaucher suchen in zugefrorener Lahn nach Tresor

Auf der Suche nach einem gestohlenen und versenkten Tresor sind Polizeitaucher am Dienstag in Marburg in die eisige Lahn gestiegen. Gefunden haben sie allerdings nichts, weil die Technik in dem kalten Wasser nach wenigen Minuten versagte.

Polizeitaucher suchten am Dienstagmorgen in der Lahn bei Gisselberg Diebesgut.

© Michael Hoffsteter

Marburg. Nach Angaben der Beamten waren die Taucher der Bereitschaftspolizei Hessen eigentlich gewappnet gewesen, bis zu einer Stunde unter dem Eis der an dieser Stelle zugefrorenen Lahn zu bleiben. Nach den Vorbereitungen, die unter anderem die Herstellung eines Einstiegslochs mit der Kettensäge umfassten, ging der erste Taucher angeleint und geführt von einem Sicherheitsmann an Land ins Wasser.

Sein erster Tauchgang bei für hiesige Verhältnisse sehr guter Sicht von gut zwei Metern dauerte knapp 17 Minuten, dann versagte die Technik und der Lungenautomat vereiste. Ein vereister Lungenautomat lässt die Luft aus der Flasche widerstandslos entweichen. Der Zustand lässt sich unter Wasser nicht beheben. Die Flasche leert sich schnell und dem Taucher bleibt die Luft weg, teilt die Polizei mit. Mit neuem Gerät ging es noch einmal ins eisige Wasser. Diesmal hielt der Automat knapp 10 Minuten. Leider konnte der Taucher in der knappen Zeit den gesuchten Tresor nicht finden. Aus Sicherheitsgründen brachen die Experten aufgrund des wiederholten Ausfalls der Technik vorzeitig ab.

Am 31. Januar nahm die Polizei Marburg nach einen Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft in Lohra Altenvers die beiden mutmaßlichen Täter fest. Schnell erhärtete sich der Verdacht, dass die polizeibekannten Männer alleine, zusammen oder mit wechselnder Besetzung für weitere Einbrüche verantwortlich sind. Am Dienstag ging die Polizei einem konkreten Hinweis auf entsorgtes Diebesgut nach einem Einbruch in ein Wohn- und Geschäftshaus in Gisselberg nach. Danach sollen die Täter den gestohlenen kleineren Wandtresor nahe des Rudervereinshauses in Gisselberg in der Lahn versenkt haben. Dieser Tresor ist für die Beweisführung gegen die Tatverdächtigen sehr wichtig, zumal die Festgenommen bislang lediglich die nachweisbaren Tatvorwürfe einräumen.

Sobald das Wetter wieder besser wird, soll weitergesucht werden.

von Till Conrad

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