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Polizei warnt vor "reisenden Handwerkern"

Unseriöse Angebote Polizei warnt vor "reisenden Handwerkern"

Die Polizei warnt im Landkreis "aus gegebenenem Anlass" vor Handwerkern, die ungerufen an Haustüren klingeln und ihre Dienste für angeblich notwendige Reperaturarbeiten anbieten.

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Zwei Männer arbeiten auf einem Dach.

Quelle: Patrick Pleul

Marburg. Solche "reisenden Handwerker" hielten sich offenbar zur Zeit im Landkreis auf. Am Montag boten sie ihre Dienste in Cölbe an und am Dienstag wurde ein Fall aus Schönstadt gemeldet.

"Erfahrungsgemäß liefern diese reisenden, meist unseriösen Handwerker nicht fachgerechte Arbeiten mit minderwertigen Materialien ab", sagt Polizeisprecher Martin Ahlich. Dadurch müssten danach nicht selten weitere Reparaturen durchgeführt werden, die zu hohen Folgekosten führten. Die Handwerker seien dann aber schon nicht mehr in der Gegend und könnten wegen fehlender Verträge nicht haftbar gemacht werden.

Zur jetzigen Jahreszeit werde Hausbesitzern beispielsweise häufig angeboten, vor dem Frost Laub aus den Dachrinnen zu entfernen oder Lächer im Asphalt zu teeren. "Sie gaukeln dabei vor, nur kurz in der Gegend zu sein, aber dafür die Arbeiten  jetzt sofort und dann auch noch zum Schnäppchenpreis durchführen zu können. Oft steht sogar schon die Leiter am Haus und ein Arbeiter steht oben, oder der kochende Teerkessel steht sichtbar bereit", so Ahlich.

Er warnt Bewohner davor, sich von diesem Vorgehen überrumpeln zu lassen. Neben hohen Folgekosten mache man sich unter Umständen auch selbst strafbar.  "Reisende Handwerker müssen eine Reisegewerbekarte haben. Privatpersonen dürfen Personen, die kein Gewerbe angemeldet haben und nicht über eine Reisegewerbekarte verfügen, nicht wissentlich beschäftigen. Wer es trotzdem macht, muss mit einem Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit durch Beauftragung von Schwarzarbeit rechnen, erklärt der Polizeisprecher.

Verträge über Handwerksarbeiten sollten nie an der Haustür abgeschlossen werden. Bei der Wahl ortsansässiger Unternehmen erhöhe sich auch die Wahrscheinlichkeit hinterher einen Ansprechpartner zu haben. Im Zweifelsfall sollte die Polizei alarmiert werden, rät Ahlich.

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