Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
Polizei warnt vor Internetbetrügern in Mittelhessen

Phishing Polizei warnt vor Internetbetrügern in Mittelhessen

Rund 40 Fälle von "Phishing" verzeichnete das zuständige Kommissariat für Internetkriminalität in den letzten vier Wochen in Mittelhessen. Dies stellt laut Polizeiangaben eine deutliche Häufung dar.

Voriger Artikel
„Ich finde das Gerede von der Hintertür absurd“
Nächster Artikel
Schlossaufzug soll 2,3 Millionen kosten

Auf Bankdaten haben es Kriminelle beim Phishing abgesehen. Mit gefälschten Internetseiten oder E-Mails, die manchmal täuschend echt aussehen, versuchen sie, Verbrauchern die sensiblen Informationen abzujagen.

Quelle: Franz Koark

Gießen. "Guten Tag! Ihre Rechnung vom 06.06.2014 ist hier im Anhang als PDF-Datei für Sie. Falls Sie die Datei auf Ihrem Handy nicht öffnen können, versuchen Sie es bitte an Ihrem PC." So oder so ähnlich beginnen oft Mails, die ihren Leser über das hinwegtäuschen wollen, was eigentlich in ihnen steckt. Fingierte Absenderadressen gaukeln vor, dass es sich zum Beispiel um die Mail eines Telefonanbieters handelt. In der Mail folgt nach einer solchen Anrede ein Link, über den man angeblich auf seine Rechnung zugreifen kann.

Wer diesen nutzt lädt sich Schadsoftware auf seinen PC, denn hinter den angeblichen PDF oder ZIP-Dateien steckt eine ausführende Datei. Nicht nur Rechnungen, auch angebliche Nachzahlungsaufforderungen werden auf diese Art und Weise per Mail versandt. Der geforderte
Betrag liegt dabei bei kleinen dreistelligen Beträgen. Summen, die tatsächliche Kunden dieser vorgegaukelten Anbieter stutzig machen, aber nicht sofort völlig absurd erscheinen. Ist die Neugier oder Verärgerung des Mailempfängers geweckt, ist die Verlockung groß auf
den Link zuzugreifen, ohne den Inhalt auf Plausibilität geprüft zu haben.

Mails nicht einfach öffnen

Bevor man eine solche Mail öffnet, sollte man sich folgende grundsätzliche Fragen stellen: Stimmt die angegebene Kundennummer - oder fehlt sie gänzlich? Warum lautet die Anrede nur "Guten Tag" und es wird nicht der Vor- und Nachname genannt? Wieso wird die Mobilfunk- / Anschlussnummer nicht in der Mail aufgeführt? Aus welchem Grund bekomme ich die Mail diesmal auf eine andere E-Mail-Adresse geschickt? Vor allem aber gilt: Keinesfalls auf einen Link in diesen E-Mails zugreifen.

Beachtet man diese Hinweise nicht, können erhebliche finanzielle Nachteile entstehen. Von unberechtigten Abbuchungen zwischen 5000 und 10000 Euro berichten Geschädigte bei der Polizei. Die Schadsoftware hatte ihre Dateneingaben im Online-Banking-Bereich manipuliert und abgefangen und konnte so Abbuchungen machen. Hinweise darauf, wie die Echtheit einer Rechnung überprüft werden kann, bieten die jeweiligen Anbieter auf ihren Internetseiten. Weitere Hinweise der Polizei zum Thema "Gefahren im Internet" gibt es zudem unter " www.polizei-beratung.de" und " www.polizei.hessen.de/ppmh".

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr