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Polizei schnappt mehr berauschte Fahrer

Kreis-Unfallstatistik Polizei schnappt mehr berauschte Fahrer

Seit fünf Jahren stellt die Polizei Marburg-Biedenkopf eine Zunahme bei den Verkehrsunfällen fest - von 2011 bis zum Jahresende 2015 um 6,6 Prozent. Zu schnelles Fahren gilt als Hauptgrund.

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Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist im vergangenen Jahr gegenüber den Vorjahren angestiegen.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Landkreis 4485 Verkehrsunfälle. Diese Zahl entspricht im Vorjahresvergleich einem Anstieg von vier Prozent. Das geht aus der aktuellen Unfallstatisktik fürden Landkreis  Marburg-Biedenkopf hervor, die die Polizei am Freitag veröffentlichte. Als Hauptunfallursachen treten in fast der Hälft der Fälle unangepasste Geschwindigkeit, Fehler beim Abbiegen und eine falsche Straßenbenutzung auf.

Bei Unfällen mit Personenschäden sind die Ursachen Geschwindigkeit und Abstand führend. Insgesamt 309 Unfälle entstanden dadurch, teilt die Polizei mit. Es folgen als Ursachen 95 Unfälle durch Nichtbeachten der Vorfahrt und 68 Unfälle durch Fehler beim Abbiegen oder Wenden. Insgesamt waren bei 59 dieser 729 Unfälle Alkohol oder Drogen im Spiel, in einigen Fällen beides.

Zu hohe Geschwindigheit als Hauptunfallursache

„Die Statistik führt deutlich vor Augen, dass die nicht angepasste Geschwindigkeit noch immer die Hauptunfallursache bei den schweren Verkehrsunfällen darstellt“, sagt Ralph-Dieter Brede, Leiter der Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf, und kündigt an, dass Geschwindigkeitskontrollen weiterhin einen Schwerpunkt der Polizeiarbeit im Straßenverkehr bilden werden.

Die Unfallstatistik belegt, dass die Zahl der Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen um rund 20 Prozent gestiegen ist – von 103 auf 122 (Alkohol) und von 9 auf 11 (Drogen). „Lediglich die Unfälle nach sogenanntem Mischkonsum sank von elf auf vier Fälle“, berichtet Stefan Holewa, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Marburg-Biedenkopf, über die Fahrzeugführer, die betrunken und im Drogenrausch erwischt wurden. Im Zusammenhang mit den Ursachen Alkohol und Drogen sei ein Anstieg der Unfälle mit Personenschäden von 53 auf 61 zu verzeichnen.

20 Prozent mehr Wildunfälle im Vergleich zum Vorjahr

Dabei wurden im vergangenen Jahr 49 Personen leicht, 31 schwer und 2 tödlich verletzt. Die Polizei registrierte 1221 Wildunfälle – das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr. „Dabei sind erfreulicherweise die Unfälle mit Personenschäden um mehr 31 Prozent gefallen“, stellt Holewa fest. Die Anzahl verletzter Personen ging dabei noch stärker zurück – um insgesamt 40 Prozent. Bei 11 Zusammenstößen mit Wild erlitten 4 Menschen schwere und 8 leichte Verletzungen.

Der Anteil der Wildunfälle an den Gesamtunfällen beträgt 27,2 Prozent. Bei Unfällen mit 18- bis 24-Jährigen gab es keine erheblichen statistischen Entwicklungen. Insgesamt gab es 1013 Unfälle mit jungen Fahrern, wobei 234 Menschen verletzt wurden. Bei den Senioren von 65 bis 74 Jahren nahm die Unfallzahl um 32 auf 397 zu. Die Anzahl der Schwerverletzten stieg von 9 auf 16 Personen. Bei den älteren Senioren (75 Jahre plus) stieg die Zahl der Unfälle um 10 auf 298 an.

Dabei kamen wie  im Vorjahr zwei Menschen ums Leben. Die Anzahl schwerverletzter Personen reduzierte sich von 18 auf 10. Die Anzahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern fiel laut Statistik um fast 5 Prozent. Bei einem getöteten Kradfahrer stieg die Anzahl der Schwerverletzten deutlich von 36 auf 49 Personen.

 
Kontrollen
Bei 251 Aktionen zur Geschwindigkeitskontrolle an Gefahrenpunkten erzielte die Polizei 2015 diese Ergebnisse: 75 Fahrverbote, 1 757 Ordnungswidrigkeitsanzeigen, 8 972 Verwarnungen. In der allgemeinen Verkehrsüberwachung kontrollierte die Polizei im Kreis 1 150 Fahrzeuge. Sie erteilte 134 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und Verwarnungen. Bei den motorisierten Zweirädern kontrollierte sie 128 Fahrzeuge. Ergebnis: 16 Beanstandungen und 4 Verkehrsstrafanzeigen.

von Carina Becker

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