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Polizei rät von Pfefferspray ab

Nach Attacke auf junge Frauen Polizei rät von Pfefferspray ab

Nach den Attacken auf junge Frauen am Wochenende rät Polizeisprecher Martin Ahlich davon ab, sich zu bewaffnen.

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Nach den Attacken auf junge Frauen rät die Polizei von Pfefferspray grundsätzlich ab. Grund: Das Spray könne, wie andere Waffen auch, gegen einen selbst gerichtet werden.

Quelle: dpa

Marburg. „Auch von der Ausrüstung mit Pfefferspray raten wir grundsätzlich ab“, sagte Ahlich. Das Spray könne, wie andere Waffen auch, gegen einen selbst gerichtet werden, insbesondere dann, wenn die Trägerinnen wenig Übung in der Anwendung hätten.

Generell sei Marburg eine sichere Stadt, und trotz der jüngsten Übergriffe auf Frauen gebe es keine „Serie“. „Hier muss sich niemand unsicher fühlen“, sagte der Polizeisprecher. Weitergehende Forderungen an die Sicherheit in der Stadt habe die Polizei aktuell nicht.

Ahlich: Zu zweit gehen, dunkle Ecken meiden, Straßenseite wechseln

Gleichwohl würden die Polizeistreifen – uniformierte wie zivile – die Bereiche, in denen die Übergriffe stattgefunden hätten, gezielt in ihre Routen mit einbeziehen, sagte Ahlich. „Dazu brauchen die Kollegen keine Dienstanweisungen, das machen die von sich aus, weil es normal ist.“

Menschen, die sich nachts unsicher fühlen, rät Ahlich zu einer vorsichtigen Verhaltensweise: Möglichst zu zweit gehen, dunkle Ecken vermeiden und im Zweifel auch einmal die Straßenseite wechseln. Schließlich sei der beste Schutz vor Übergriffen ein hoher Fahndungsdruck auf potenzielle Täter. Auch in diesem Zusammenhang seien Zeugenaussagen so wichtig.

von Till Conrad

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