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Polizei-Patrouillen in der Oberstadt

Sicherheit Polizei-Patrouillen in der Oberstadt

Bewegung im Streit um den Kampf gegen Lärm und Radau in der Altstadt: Die Oberstadtwache soll künftig dauerhaft mit Sicherheitskräften besetzt werden. Vor allem nachts sollen Beamte für Ruhe sorgen.

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Die Oberstadtwache am Marktplatz soll nach dem Willen vieler Kommunalpolitiker künftig dauerhaft besetzt werden – mit Polizisten oder Ordnungsamtskräften. 

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Rund um den Marktplatz sind die Anwohner genervt. Sie beklagen den Lärm, fürchten um die Sicherheit. Zuletzt häuften sich die Beschwerden über Pöbler, Randalierer und Ruhestörer in der gesamten Oberstadt. Um der Entwicklung entgegenzutreten, kursieren Pläne, mit Hilfe von Polizei und Ordnungsamt für mehr Sicherheit in der Altstadt zu sorgen. Dazu soll die Oberstadtwache in Zukunft dauerhaft mit Beamten besetzt werden - auch und vor allem nachts. Das geht aus einem Antrag der FDP im Haupt- und Finanzausschuss hervor, der - in geänderter Fassung - am Dienstagabend die Mehrheit im Gremium fand.

„Der Schritt, die Wache permanent zu besetzen, ist ein Baustein, ein Versuch um den Lärm, der oft nachts durch Betrunkene verursacht wird, in den Griff zu bekommen“, sagt Torsten Sawalies (FDP). Gerade jetzt, da das Semester wieder begonnen habe und jeden Abend Hunderte durch die Oberstadt strömen, gewinne das Thema Lärm und Sicherheit an Bedeutung.

Die CDU verfolgt einen ähnlichen Plan. „Das ist kein Randthema. Zwei zusätzliche Kräfte aus dem Ordnungsamt der Stadt könnten dort eingesetzt werden“, sagt Philipp Stompfe. Einspruch von Dietmar Göttling (Grüne): „Bei Sicherheitsfragen ist das Land in der Pflicht. Der Magistrat sollte Polizisten anfordern und damit die Oberstadtwache 24 Stunden am Tag besetzen“, sagte er.

Kritik kam von Reinhold Becker (MBL): „Wieso die Polizei tagsüber vor dem Rathaus stationiert sein soll, erschließt sich mir nicht. Abends und nachts gibt es Probleme, aber sonst doch nicht“, sagt er. Ähnlich äußerst sich Andrea Suntheim-Pichler (Bürger für Marburg): „Die Nachtschicht der Sicherheitsbehörden wurden schon bis 2 Uhr erweitert, da gibt es Streifen. Ich sehe da eine gute Entwicklung“, sagt sie.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) verwies ebenfalls auf die Landeszuständigkeit. „Generell gilt: Streifen könnten zwar etwas bringen, aber nochmal zwei Stellen zu schaffen, um die Oberstadtwache zu besetzen, kostet viel Geld und der Nutzen ist fraglich“, sagt er. Vaupel glaubt nicht, dass Sicherheitsleute das Problem eindämmen können.

Hennig Köster-Sollwedel (Linke) plädiert für eine frühe Sperrstunde. „Das würde einen Großteil der Probleme lösen“, sagt er.

Stompfe und Sawalies ließen sich auf einen Kompromiss ein: Dass Wie der Besetzung, ist für sie verhandelbar. Wichtig sei ihnen „die zügige personelle Aufstockung der Wache als solche“, wie Sawalies sagt. Der Magistrat soll nun Lösungen erarbeiten.

von Björn Wisker

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