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Politologen ziehen an die Ketzerbach

Campus Politologen ziehen an die Ketzerbach

Das Institut für Politikwissenschaften zieht in das unter Denkmalschutz stehende bisherige Haus der Pharmazie an der Ketzerbach 63 um.

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Dieses Wandgemälde erinnert an die Besetzung des G-Gangs durch Studierende im Jahr 2009. Noch wird der Flur von den Politikwissenschaften genutzt. Doch der Umzug steht spätestens Ende 2019 an.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der Umzug der Politikwissenschaftler aus der an der Stadtautobahn gelegenen Philosophischen Fakultät in das bisher von den Pharmazeuten genutzte Haus in der Ketzerbach 63 steht bevor. Nach dem Auszug der Pharmazeuten steht der Umbau des Gebäudes bevor. Das erläuterte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin­ Katharina Krause bei der gemeinsamen Info-Veranstaltung von Uni und Stadt zu den Campus-Planungen.

Baubeginn für den Umbau ist Mitte 2017. Bis Ende 2019 müssen die Umbauten spätestens abgeschlossen sein, weil die Fördermittel aus dem Hochschulpakt 2020 stammen. Für die Innensanierung des als Einzelkulturdenkmals geltenden Hauses stehen 5,5 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Krause auf OP-Anfrage.

„Es muss einiges umgebaut werden, denn es gab bisher in diesem Gebäude vor allem ­viele Labore der Pharmazeuten“, weiß der Politikwissenschaftler Professor Thomas Noetzel, der auch Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Philosophie ist.

Unter anderem muss das Haus auch barrierefrei umgebaut werden. Dass dieses gelingt, daran hat die Präsidentin keine Zweifel, wie sie im Gespräch mit der OP erläuterte.

Mittlerweile sind auch die letzten Angehörigen des Fachbereichs Pharmazie, die bisher das Haus in der Ketzerbach genutzt hatten, ausgezogen und in das rundum sanierte und für moderne Labor-Zwecke umgenutzte Gebäude der ehemaligen Uni-Augenklinik umgezogen. Eine künftige Nutzung der Labore in dem Haus Ketzerbach 63 sei angesichts der aktuellen Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen nicht mehr möglich gewesen, erläuterte die Präsidentin.

Pharmazie-Hörsaal wird genutzt werden

Dass der Trakt der Politikwissenschaften sich bisher im Erdgeschoss - im Verbindungsgang zwischen zwei der geisteswissenschaftlichen Türme an der Stadtautobahn - befand, war zumindest aus Sicht der Barrierefreiheit bisher ein großes Plus des Standorts. Ansonsten freut sich Noetzel aber darüber, dass der Umzug in den Campus Firmanei fest geplant ist. Denn die Philosophische Fakultät stelle eigentlich keinen schönen Ort zum Arbeiten und Studieren dar, meint der Dekan.

Umgewöhnen müssen sich die Studierenden und Dozenten der Politologie aber auch noch bei etwas anderem. Die Bibliothek der Politikwissenschaften, die sich jetzt direkt neben den Seminarräumen und Professoren-Büros befand, wird nach der Eröffnung der neuen Uni-Bibliothek am Pilgrimstein ­auch dorthin verlagert.

„Die enge Verzahnung zwischen Bibliothek und Institut wird es dann nicht mehr geben“, erläutert Noetzel.

Auch die Seminarräume der Politikwissenschaften werden sich wohl nach dem Umzug größtenteils nicht im selben Gebäude befinden. Allerdings befindet sich in der neuen Heimstatt der bisherige Pharmazie-Hörsaal, der wohl auch nach dem Umbau weiter als Hörsaal genutzt werden kann. Vorlesungen und Seminare im Fach Politikwissenschaften könnten dann aber auch im Uni-Hörsaalgebäude an der Biegenstraße oder in dem geplanten neuen Seminargebäude auf dem früheren Brauerei-Areal stattfinden. Zusätzlich zum Umzug der Politikwissenschaftler stehen auch noch weitere Umzüge an. Noch nicht klar ist beispielsweise, wo die Historiker sowie die verbliebenen Philosophen sowie die Mitglieder des Fachbereichs Fremdsprachliche Philologien ihre neue Heimat werden. Klar ist, dass nach den bisherigen Plänen für sie neue Räume in Gebäuden rund um das neue Herzstück des Campus Firmanei - die neue Uni-Bibliothek gefunden werden sollen.

von Manfred Hitzeroth

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