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Politik will Sorgen-Stadtteile aufhübschen

Millionenförderung Politik will Sorgen-Stadtteile aufhübschen

Landesregierung und Magistrat investieren 2,9 Millionen Euro für das Programm "Soziale Stadt" in Marburg. Das passiert konkret mit dem Geld: Förderung für den Bau von Familien- und Nachbarschaftszentren im Waldtal und im Stadtwald sowie verstärkte Jugendarbeit.

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Familien- und Nachbarschaftszentren sollen durch „Soziale Stadt“ gefördert werden.

Quelle: Andreas Gebert

Marburg. Für die Projekte zahlt die Landesregierung 2,1 Millionen Euro, die Stadt 750 000 Euro. „Besser kann man in Zukunft nicht investieren. Dieses Programm ist eines für die Menschen vor Ort, für Kinder und Jugendliche“, sagt Matthias Simon, Ortsvorsteher von Ockershausen. „Die Leute warten darauf, dass es losgeht. Gerade auf das soziale Zentrum freuen sich viele“, sengt Christina Hey, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Soziale Brennpunkte Waldtal (AKSB). Die Zentren sollen künftig als Treffpunkt im Stadtteil sowie für Kinderbetreuung und soziale Arbeit dienen.

„Nachhaltige bauliche, soziale und kulturelle Verbesserungen in den Stadtteilen sind das Ziel“, sagte die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) während der offiziellen Fördermittel-Bewilligung am Montag. Durch die optischen und strukturellen Veränderungen sollen Bewohner ihr Wohnumfeld „verantwortungsbewusst gestalten, sich um ihren Stadtteil kümmern“, sagt Hinz.

Dass Marburg im Gegensatz zu vielen hessischen Kommunen zwei Soziale-Stadt-Projekte bewilligt bekam, sei „sehr besonders“ und hänge mit dem seit mehreren Jahren fertigen Konzept und der frühen Teilnahme-Bewerbung zusammen. „Wir wollen im Stadtwald und Waldtal aber nicht nur Hardware, Bauten, entwickeln. Es geht vor allem um die Stärkung des Gemeinwesens, des Miteinanders“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD).

Kahle lobt Investition am Richtsberg

Waldtal und Stadtwald folgen auf den Richtsberg, der ab 1999 in der Förderung des Programms war. In dem mittlerweile beendeten Erneuerungsprogramm enthalten waren etwa die Gestaltung des Marktplatzes, Verschönerungen an Wohnhaus-Fassaden sowie der Bau der Interkulturellen Gärten. Zudem hat es Zuschüsse für Kulturveranstaltungen und Bürgerbeteiligung gegeben.

„Ablesbare Erfolge gibt es am Richtsberg bereits, das war eine Investition in eine gute Struktur“ sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Die Sorgen des Magistrats seien zuletzt gewesen, wie es mit „den guten Dingen, die sich dort etabliert haben, nach dem Ende des Förderprogramms weitergeht“, sagt Vaupel. Die Hoffnung, wie bei den nun in den Fokus rückenden Projekten im Stadtwald und Waldtal, sei aber, dass sich die Ideen dauerhaft als tragfähig erweisen, weil „alles vor Ort erarbeitet wurde, es auf konkreten Bürgerwünschen fußt“, sagt Vaupel.

Neben den 2,1 Millionen Euro für die „Soziale Stadt“ gibt es weitere 567 000 Euro vom Land für anstehende Sanierungen in der Nordstadt und dem Bahnhofsquartier. Vor allem für den letzten Bauabschnitt rund um die Elisabethkirche - auf dem Firmaneiplatz - und für die Weiterentwicklung des Geländes der Waggonhallen wird das Geld verwendet, erläutert der Magistrat.

von Björn Wisker

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