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Platz hat immer noch keinen Namen

Platz hat immer noch keinen Namen

Die Benennung des Platzes zwischen Stadthalle und Uni-Hörsaalgebäude ist noch längst nicht ­geklärt. Der Vorschlag von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) lautet „Platz der Kulturen“.

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Der bisher noch namenlose Vorplatz des Marburger Hörsaalgebäudes.

Quelle: Thorsten Richter

Der Platz vor dem Hörsaalgebäude der Universität und der Vorplatz der gegenüberliegenden Stadthalle sollen künftig als städtebauliches Gesamtensemble gesehen werden. Das sehen zumindest die gemeinsamen Planungen der Philipps-Universität und der Stadt Marburg vor. Zwar wird auch künftig die Biegenstraße die beiden Plätze trennen, doch sie sollen nach dem Ende des Stadthallen-Umbaus Anfang 2016 deutlich enger zusammenwachsen als bisher.

Dazu gehört auch eine gemeinsame Benennung. Einen ersten Vorschlag machte OB Egon Vaupel beim SPD-Parteitag in Moischt im Oktober. Er will den Platz zum „Platz der Kulturen“ machen, unter anderem wegen des geplanten Umzugs des Kulturladens KFZ in die Stadthalle. Das KFZ ist zusammen mit dem Marburger Ausländerbeirat immer am Nationalfeiertag Anfang Oktober Mitveranstalter des Tages der internationalen Vielfalt.

"Platz der Kulturen" betont Internationalität der Stadt

Zudem betone die Platzbenennung auch die Internationalität der Stadt Marburg, in  der Menschen aus 141 Nationen gemeinsam wohnen. Beim Parteitag stellten sich die Delegierten spontan einstimmig hinter Vaupels Vorschlag.

Mittlerweile war die Platzbenennung schon Thema im Bau- und Planungsausschuss des Stadtparlaments. Denn aus Sicht von Hermann Uchtmann (Marburger Bürgerliste) ist der Vorschlag Vaupels noch nicht so überzeugend. Weil der Platz in der Mitte Marburgs eine zentrale Bedeutung für die Stadt habe, müsse der Name mit großer Sorgfalt ausgewählt werden, meint Uchtmann und forderte einen Ideenwettbewerb. In seinem Antrag unterstützte ihn nur die CDU und so fand er keine Mehrheit. Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) machte jedoch deutlich, dass mit der Idee Vaupels der inoffizielle Ideenwettbewerb auf jeden Fall eröffnet sein.

Uni-Präsidentin plädiert für anderen Namen

Was halten eigentlich die Uni-Verantwortlichen von dem Vorschlag „Platz der Kulturen“? Immerhin ist das Land Hessen und somit letztlich die Philipps-Universität Eigentümerin des Platzes vor dem Hörsaalgebäude. Auf OP-Anfrage sagte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause, dass sie es gut fände, dass der Platz einen Namen bekommen solle.

Bisher gebe es allerdings noch keinen offiziellen schriftlichen Vorschlag der Stadt Marburg für einen Namen. Der Name „Platz der Kulturen“ gefällt der Uni-Präsidentin auf Anhieb noch nicht. Sie ist davon noch nicht zu 100 Prozent überzeugt, denn dieser Name habe keinen  direkten Bezug zu Marburg.

Falls eine offizielle Anfrage der Stadt Marburg in Sachen Platzbenennung an die Uni herangetragen werde, dann sei das Entscheidungsgremium von Seiten der Universität das Uni-Präsidium, das für das operative Geschäft zuständig sei.

von Manfred Hitzeroth

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