Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Plädoyers für und gegen den Ausbau der A 49

Kreistag Plädoyers für und gegen den Ausbau der A 49

Der Kreistag bittet die Bundesregierung, die vollständige Finanzierung der A 49 schnellstmöglich in den Investitionsrahmenplan aufzunehmen. Dieser Antrag von CDU und SPD stieß auf breite Resonanz.

Voriger Artikel
Arm der Regierung, Lobbyist der Region
Nächster Artikel
Zwischen Terrorangst und Babylachen

Macht sich gemeinsam mit seinem Kollegen Sören Bartol (SPD) im Bundestag für den Weiterbau der A 49 stark: Dr. Stefan Heck (CDU).

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die Befürworter dieses Vorstoßes waren deutlich in der Mehrzahl. Neben den Antragstellern SPD und CDU stützten auch die FDP, die dem Antrag noch beigetreten war, und die Freien Wähler die Forderung „Bau der A 49 zügig vollenden“.

Auf die Wichtigkeit des Projekts und die Dringlichkeit der Umsetzung wiesen im Kreistag unter anderem die Bundestagsabgeordneten von SPD und CDU, Sören Bartol und Dr. Stefan Heck hin. „Die A 49 ist das entscheidende Infrastrukturprojekt für unseren Landkreis. Er liegt zwar mitten im Herzen von Hessen, die Verkehrswege machen aber einen Bogen um uns herum - das wollen wir ändern“, betonte Heck und verwies darauf, dass die Anbindung zu Wachstumsregion Nordhessen hergestellt werden müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit der mittelhessischen Unternehmen zu stärken und um den Bürgern den Weg zur Arbeit zu erleichtern.

Das Interesse des Landkreises müsse es sein, „dass die Lücke zur A 5 in einem Zug geschlossen wird. Dies hänge jetzt noch an der Frage der durchgängigen Finanzierung für alle Bauabschnitte. Diesbezüglich war Sören Bartol zuversichtlich: „Wir müssen die Finanzierung sukzessive sicherstellen - und das wird gelingen. Auch, wenn es das Bohren von dicken Brettern bedeutet.“

Doch gab es auch Gegner: Grüne und Linke argumentierten gegen das Straßenbauprojekt oder sahen keine Veranlassung, dass das Parlament sich für dieses Projekt stark machen und ihm damit, so die Interpretation, Vorrang vor anderen Straßenbauvorhaben wie den Ortsumgehungen für die Nordkreiskommunen an der B 252 einräumen sollte. Dies führte Reiner Nau für die Grünen aus. Er zweifelte an, dass der Ausbau der A 49 zu der prognostizierten Verkehrsentlastung führen könne und beklagte, dass Ortsumgehungen als Alternative für den Autobahnbau nicht überprüft worden seien. In Anbetracht der Finanzierungssumme von 570 Millionen Euro sagte Nau: „Es grenzt schon an Naivität zu glauben, dass dies zu leisten ist.“ Anna Hofmann, Die Linke, merkte kritisch an, dass die A 49 geplant worden sei, „als es noch einen Ölüberschuss gab und man noch sehr auf den Individualverkehr gesetzt hat“. Inzwischen seie es „wesentlich sinnvoller, in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren.“

von Carina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr