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Pilotprojekt startet

Dorfentwicklung Pilotprojekt startet

Die Universitätsstadt Marburg ist mit ihren 15 Außenstadtteilen in das  Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen worden und startet damit ein Pilotprojekt zur Dorfentwicklung in Hessen.

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Bürgermeister Dr. Franz Kahle (links) traf sich mit den Vertretern der Außenstadtteile zu einer ersten Sitzung.

Quelle: Stadt Marburg

Marburg. In den kommenden Wochen gibt es in allen Außenstadtteilen öffentliche Ortsrundgänge. Den Auftakt macht am Donnerstag ein Ortsrundgang in Dilschhausen – Treffpunkt ist das Bürgerhaus um 18 Uhr.

Bei den Ortsrundgängen durch die Außenstadtteile verschaffen sich alle Beteiligten einen ersten Eindruck vom Dorf. Im Anschluss daran gibt es jeweils einen Workshop, in dem die Stärken und Schwächen des Dorfes ermittelt und erste Ideen und Vorstellungen formuliert werden. Hintergrund für das Programm sind die steigenden Anforderungen, die sich vor allem aus dem demografischen und sozioökonomischen Wandel ergeben. Deshalb sollen in den ländlich geprägten Stadtteilen  zentrale Funktionen gestärkt und gute Wohn- und Lebensqualität erhalten beziehungsweise geschaffen werden.

Erster Schritt ist die Erarbeitung eines Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes als Grundlage der Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung. Die Mitwirkung der Bürger ist dabei ein zentraler Baustein. Mit dem Dorfentwicklungsprogramm bestehe für die Marburger Außenstadtteile die einmalige Chance, in den kommenden Jahren umfangreiche Fördermittel für öffentliche Projekte und private Maßnahmen  zu erhalten, sagt Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). In lokalen Veranstaltungen und Bürgerforen werden ein Jahr lang die Stärken und Schwächen der Stadtteile gemeinsam diskutiert und Ideen für die zukünftige Entwicklung erörtert.

Im Konzept werden so kommunale Gesamtstrategien entwickelt, die unter anderem Aussagen zur künftigen Nahversorgung, zur Mobilität  und zum bürgerschaftlichen Engagement  sowie zur Nutzung und Gestaltung der sozialen Infrastruktur-Ausstattung treffen. Enthalten sein sollen auch Aufgaben im Bereich der Entwicklung der historischen Ortskerne, der Siedlungsentwicklung, der Umnutzung und Sanierung von alten Gebäuden sowie der Energieeffizienz.

Federführung beim Fachdienst Stadtplanung

Die Federführung und Gesamtsteuerung des Moderations- und Planungsverfahrens übernimmt der Fachdienst Stadtplanung der Universitätsstadt Marburg. Mit der Moderation und Organisation des Pilotprojektes zur Dorfentwicklung wurde das Planungsbüro SP PLUS aus Bad Nauheim beauftragt, das durch vielfältige Projekte in der Dorfentwicklung umfangreiche Erfahrungen für die Lösung der anstehenden Aufgaben in Marburg mitbringt. Fachlich betreut wird das Dorfentwicklungsverfahren durch den Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung, Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Unterstützt werden der Beteiligungsprozess und die Erarbeitung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes durch eine eigens eingerichtete Steuerungsgruppe. In dieser Steuerungsgruppe sind neben Bürgermeister  Dr. Franz Kahle Vertreter der 15 Stadtteile, der Fachdienste Stadtplanung und Denkmalschutz, der Jugendhilfe und der Stabsstelle Altenplanung der Universitätsstadt Marburg sowie des Fachdienstes Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf vertreten.

von unseren Redakteuren

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