Zum ersten Mal verließen gestern die Schüler des Gymnasiums Philippinum die Schule durch die neue Pausenhalle. Hinter den bunten Lamellen im Obergeschoss verbergen sich das neue Lehrerzimmer und Teile der Verwaltung.
Marburg. Viele Schüler staunten am Montagmorgen nicht schlecht. Als sie vor sechs Wochen die Schule fast fluchtartig verließen, um in die langersehnten Ferien zu starten, verließen sie das altehrwürdige Gymnasium noch durch eine ziemlich abgetakelte Pausenhalle. Sechs Wochen später betreten sie die Schule durch eine neue, mit grauem Stein geflieste Halle.
Eine Etage darüber ist ein neuer Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer und Arbeitsräumen entstanden. Es sind großzügige, lichtdurchflutete Räume mit großen runden Oberlichtern und großen Fensterfronten, die von außen mit farbigen Lamellen beschattet werden können. Edel wirkt auch der dunkle Stabparkettboden, auf dem am Montag noch ein wenig Baustellenstaub zu sehen war.
Bis zuletzt wurde von allen Beteiligten mit Hochdruck an dem Projekt gearbeitet: 3,1 Millionen Euro kosteten Pausenhalle und Verwaltungstrakt, die energetische Sanierung des Hauptgebäudes sowie ein neuer Aufzug, der das Gebäude auch für behinderte Menschen erschließt.
Die Investitionen sind bei weitem noch nicht abgeschlossen, wie Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Die Grünen) und Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) betonten. In Kürze wird der alte Verwaltungstrakt zu einem Schülerzentrum umgebaut, das im kommenden Frühjahr eröffnet werden soll: Dort sollen Aufenthaltsräume, Bibliotheken und weitere Räume entstehen. Das Zentrum soll die Schule fit machen für den Ganztagsbetrieb.
von Uwe Badouin
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