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Pflanzen legen einen roten Teppich aus

Botanischer Garten Pflanzen legen einen roten Teppich aus

Ein Blütenmeer empfängt die Besucher im Neuen Botanischen Garten auf den Lahnbergen im Rhododendren-Wald.

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Der Rhododendren-Wald im Neuen Botanischen Garten auf den Lahnbergen zeigt sich jetzt bereits an vielen Stellen in voller Blüte.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am Eingang des Rhododendren-Walds mitten im Botanischen Garten ist pflanzentechnisch gesehen ein „roter Teppich“ zu bewundern. Denn die Rhododendren-Pflanze, die dort ein Meer von leuchtend roten Blüten zeigt, heißt „Red Carpet“. Ähnlich opulent geht es weiter, wenn man dem Pfad folgt, der durch diesen ganz speziellen Pflanzenwald führt. Von Weiß über Rosa, Rot und Pink bis hin zu Gelb reicht die Farbpalette der Pflanzen in allen Größen und Farbschattierungen. Nicht nur für die Hummeln sind die Rhododendren besondere Anziehungspunkte, auch viele Besucher erfreuen sich an den Pflanzen, von denen einige Sorten zudem noch besonders gut duften.

Momentan stehen die meisten Rhododendren voll in Blüte und das wird auch noch mindestens bis Pfingsten anhalten. „Wir haben hier 180 Rhododendren-Sorten und Hybriden und 120 Arten, die Wildformen sind“, erläutert Britta van Daacke, die im Botanischen Garten der Universität auf den Lahnbergen für die Pflanzen im Freilandbereich verantwortlich ist. Einzelne Bäume und einige andere Pflanzen umstehen die Rhododendren in diesem jetzt im Frühjahr besonders prachtvollen „Wald“. Verzeichnet sind die im Marburger Garten vorkommenden Arten übrigens alle in der deutschen Rhododendren-Gendatenbank.

Blühende Kastanienbäume und Zieräpfel-Allee

Doch der Botanische Garten hat jetzt mitten in der Vegetationsperiode noch viel mehr zum Sattsehen zu bieten. Schön sind beispielsweise die blühenden Kastanienbäume und die Zieräpfel-Allee. „Vieles entfaltet sich jetzt“, berichtet Britta van Daacke, die den tagtäglichen Vergleich hat. Besucher können beispielsweise die Farnblätter beobachten, die sich jetzt allmählich aufrollen. Sie sind die „Stars“ in der Farnschlucht, in der rund 100 verschiedene Farnarten gepflanzt sind. Vom Erd-Farn über den Wurm-Farn bis hin zum Goldschuppen-Farn gibt es hier eine breite Palette der Farne in unterschiedlichsten Grünfarben zu bewundern. In der Mitte der Schlucht sorgt der frisch sanierte Wasserfall für meditatives Ambiente. Er ist Teil des Bachlaufs, der den ganzen Botanischen Garten verbindet.

Ein Blütenmeer empfängt die Besucher im Neuen Botanischen Garten auf den Lahnbergen im Rhododendren-Wald. Ab Pfingsten sind dann auch die Schmetterlinge wieder da.

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Sogar eine schnelle Weltreise kann man im Garten unternehmen, und zwar im Alpinum, auf dem inmitten von Steinen und Felsen Gebirgspflanzen aus mehreren Kontinenten zu sehen sind. „Eigentlich müsste es Montanum heißen“, erklärt Britta van Daacke. Denn längst nicht nur Pflanzen aus dem Alpenraum haben hier ihre Heimstätte gefunden. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie eigentlich eher in höheren Bergregionen zu Hause sind, von den Alpen über die Pyrenäen bis ins Himalaya. Dort ist die Vegetationsperiode eigentlich kürzer als in heimischen Gefilden und es gibt auch viel länger eine geschlossene Schneedecke, aber Pflanzen sind prinzipiell sehr anpassungsfähig.

Im Botanischen Garten gibt es auch einige Tiere, denen es dort gut gefällt. So aalen­ sich die Schildkröten im großen Teich unterhalb der Schaugewächshäuser in der Sonne (siehe rundes Foto links), und aufmerksame Besucher können auch stolze Enten mit Nachwuchs beobachten. Eine ganz besondere Attraktion ist auch ab Pfingsten wieder zu besichtigten. Dann sind die Schmetterlinge im Schmetterlingshaus wieder da, das mitten in den Schaugewächshäusern liegt. Diese eignen sich übrigens gut für eine kürzere oder längere Visite, wenn es draußen dann doch einmal regnet oder es etwas zu kühl sein sollte.

Der Botanische Garten auf den Lahnbergen ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 4 Euro für Erwachsene; ermäßigt: 2,50 Euro für Schüler ab 15, Schulklassen, Studenten und Schwerbehinderte.

von Manfred Hitzeroth

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