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„Perfektes Gesamtpaket“ für Hobbygärtner

Pflanzenmarkt „Perfektes Gesamtpaket“ für Hobbygärtner

Veranstalter Thomas Sölder freute sich über die zahlreichen Besucher, die aus ganz Hessen auf die Marburger Lahnberge gekommen waren.

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Die Besucher des Pflanzenmarktes im botanischen Garten auf den Lahnbergen konnten sich mit Zier- und Nutzpflanzen eindecken.Foto: Michael Hahn

Marburg. Im botanischen Garten auf den Lahnbergen fand am Wochenende der zehnte Pflanzenmarkt statt. Der Schwerpunkt des Herbstmarktes lag auf Gräsern, Stauden und Obstbäumen. Neben Zier- und Nutzpflanzen konnten sich die zahlreichen Besucher am Samstag bei schönstem Spätsommerwetter auch mit Saatgut, Gartenkunst, Korb- und Töpferwaren und allerlei Leckereien aus der Natur eindecken. Außerdem wurden über Naturschutz informiert und Aktionen wie „Baummemory“ angeboten, bei dem Blätter und Früchte mit dem passenden Baum in Verbindung gebracht werden mussten.

Für Veranstalter Thomas Sölder bestehe der Sinn des Marktes vor allem darin, eine Nachfrage und ein Interesse für die zahlreichen Pflanzen zu schaffen. Er freute sich besonders darüber, dass die 60 Aussteller nicht nur Verkäufer der Pflanzen seien, sondern vor allem auch Erzeuger und somit ausgewiesene Experten.

Der Herbstmarkt sei indes nicht vergleichbar mit dem Frühlingsmarkt, der von vielen Gartenfreunden zwar als größer wahrgenommen würde, es aber nicht sei. Jeder Markt habe seinen eigenen Charakter und Schwerpunkt. Den Herbst bezeichnete Sölder als „ideale Pflanzzeit“ für alle mehrjährigen Pflanzen und Zwiebelgewächse. Dieses Wissen würde mit der Zeit verloren gehen, weshalb ein weiterer Zweck des Marktes darin bestehe, dieses Wissen zu erhalten und weiterzugeben. Als ein „Highlight des Marktes“ bezeichnete Sölder die Führungen über den Markt. Bei diesen enthülle er gemeinsam mit den jeweiligen Erzeugern der Pflanzen unzählige Geheimtipps und Geschichten hinter den Gewächsen. Diese Dinge könne man nicht sehen und sie seien nur durch Fachleute vermittelbar, freute er sich.

Fachwissen an junge Generation weitergeben

Gemeinsam mit Gärtner Konstantin März, der sich auf mittelalterliche Kräuter und Wild­stauden spezialisiert hat, führte Sölder die interessierten Besucher unter anderem umfassend in die Geschichte und die Geheimnisse von Tollkirsche, Baldrian und Alraune ein.

Sölder war begeistert von den vielen Besuchern, die aus ganz Hessen den Weg nach Marburg gefunden hatten, vor allem auch viele junge Menschen und Kinder. Es sei besonders wichtig, das Fachwissen an die junge Generation weiterzugeben, sagte Sölder. Zum Beispiel an die kleine Emma, die ihren Großeltern Friedhelm und Petra Müller beim Gärtnern helfen möchte und sich dafür extra Pflanzen ausgesucht habe.

Opa Friedhelm war begeistert vom Markt, vor allem hatte man ihm eine kompetente Beratung geboten, die er in dieser Form im normalen Pflanzenhandel „nicht bekommen hätte“. Gemeinsam mit der „tollen Kulisse“ des botanischen Gartens sei der Pflanzenmarkt einfach das „perfekte Gesamtpaket“ für alle begeisterten Hobbygärtner, fügte er hinzu.

von Michael Hahn

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