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Partikeltherapiezentrum beschäftigt Parlament

Dringlichkeitsantrag Partikeltherapiezentrum beschäftigt Parlament

Die Grünen im Stadtparlament wollen erreichen, dass sich die Parlamen­tarier eindeutig für den Patientenbetrieb im Partikeltherapiezentrum aussprechen.

Marburg. Wie Fraktionschef Dietmar Göttling der OP mitteilte, hat die Fraktion einen Dringlichkeitsantrag beschlossen. Er soll noch mit der SPD abgestimmt werden und möglichst als gemeinsamer Antrag eingebracht werden.

Laut Antragstext, der der OP vorab vorliegt, soll die Stadtverordnetenversammlung fordern, dass die Anlage zur Partikeltherapie baldmöglichst in Betrieb genommen wird.

Der Magistrat soll aufgefordert werden, „unverzüglich“ in Gesprächen mit der Firma Siemens (dem derzeitigen Eigentümer der Anlage), der Rhön-Klinikum AG, dem UKGM, dem Universitätspräsidium Marburg und dem Land Hessen das Vorhaben eines Abbaus der Anlage auszuschließen und auf eine klare Entscheidung für eine baldige Inbetriebnahme hinzuwirken.

Initiatorinnen des Antrags sind die Grünen-Abgeordneten Dr. Christa Perabo, Marion Messik und Angela Dorn. Sie hatten vergangene Woche das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum, die „Schwesteranlage“ des Partikeltherapiezentrums auf den Lahnbergen, besucht und waren mit der Befürchtung zurückgekehrt, dass die von Rhön-AG und Landesregierung versprochene Aufnahme des Patientenbetriebs auf den Lahnbergen spätestens zum Jahresende noch nicht gesichert ist (OP vom 12. März).

„Die derzeitige Situation in Marburg bedarf einer schnellen Klärung“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Firma Siemens, der die Partikeltherapie in Marburg vom Rhön-Klinikum zurück übertragen wurde, nutze diese zur Vorbereitung der Inbetriebnahme einer baugleichen Einrichtung in Shanghai. Dieser Prozess soll im September abgeschlossen sein. „Um zu verhindern, dass Siemens nach der Nutzung der Anlage für diese Transaktion die Partikeltherapie in Marburg, wie bereits die in Kiel, abbaut, ist es also äußerst dringlich, dass vorher eine klare unumkehrbare Entscheidung getroffen wird“, fordern die Grünen.

Perabo, Messik und Dorn kritisieren insbesondere die Entscheidung von Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann, dem Rhönklinikum bis Ende des Jahres Zeit für die Aufnahme des Patientenbetriebs zu lassen.

von Till Conrad

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