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Uni-Klinikum

Partikeltherapie startet Sommer 2011

Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) besichtigte die im Bau befindliche Partikeltherapieanlage des Uni-Klinikums auf den Lahnbergen.

Bei der Präsentation in der im Bau befindlichen Partikeltherapieanlage wurde auch die Funktionsweise des Kipptisches in einem der Behandlungsräume erläutert, auf dem Projektleiter Dr. Peter Grübling für die Teilnehmer des Rundgangs „Modell lag“.

© Thorsten Richter

Marburg. Hessen soll bei der Tumorbehandlung künftig eine führende Rolle spielen. Eine der weltweit modernsten Anlagen auf dem Gebiet der Strahlentherapie entsteht derzeit am Universitätsklinikum Marburg, wie die hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger bei ihrer Sommertour am Freitag erfahren durfte. Es sei ihr ein echtes Anliegen gewesen, die fast fertige Anlage zu besichtigen, sagte die scheidende Ministerin. Nach dem Rundgang zeigte sie sich sehr beeindruckt von der in Marburg aufgebauten Technologie.

Laut Gerald Meder, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Rhön Klinikum AG, soll die Strahlentherapieanlage bereits im Sommer 2011 in Betrieb gehen und damit rund anderthalb Jahre eher als mit dem Land Hessen vertraglich vereinbart. Anfang April war der erste präzise Strahl bis zu den Behandlungsräumen gelangt. Damals war es jedoch nur möglich, einen winzigen kreisförmigen Punkt darzustellen. Dies ist nun schon mit komplexeren Objekten möglich, erläuterte Holger Schmidt. Er ist in der Chefetage des Konzerns Siemens, der im Auftrag von Rhön die Anlage baut, für das Partikeltherapiezentrum verantwortlich.

In dem entstehenden Partikeltherapiezentrum sollen ab dem Jahr 2011 Tumore mit der kombinierten Bestrahlung durch Protonen und Kohlenstoffionen, der sogenannten Partikeltherapie, bis zu 2 500 Krebspatienten pro Jahr behandelt werden. Die Rhön Klinikum AG, 95-prozentiger Anteilseigner des Uni-Klinikums, investiert in das Großprojekt insgesamt etwa 110 Millionen Euro. In Deutschland gibt es eine vergleichbare Anlage bisher nur in Heidelberg. Weltweit gibt es noch drei weitere dieser Anlagen in Japan.

von Manfred Hitzeroth

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