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Paragraphenboxen zum Studienstart

Stadtrallyes Paragraphenboxen zum Studienstart

Bei den Stadtrallyes der Studierenden geht es bunt und lustig zu: Sie lernen auf spielerische Art Marburg kennen.

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Der angehende Jurastudent Lukas blättert auf dem Marburger Marktplatz mit Boxhandschuhen in der „Schönfelder“-Gesetzessammlung. 

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der frischgebackene Jura-Student Lukas (19) aus Fulda steht am Marktplatz in einem Boxring. Angefeuert von seinen neuen Kommilitonen muss er mit Boxhandschuhen an den Händen so schnell wie möglich in der Gesetzessammlung „Schönfelder“ einen speziellen Paragraphen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch aufschlagen, den ihm „OE“-Tea­merin Aliki zugerufen hat. Die Suche des „Paragraphenboxers“ gestaltet sich allerdings ganz schön schwierig. Denn erstens sind die Seiten im „Schönfelder“ sehr dünn und deswegen nicht nur mit Boxhandschuhen schwer aufzublättern. Und zweitens wusste Lukas nicht auf Anhieb, dass sich das BGB in der umfangreichen Sammlung ganz vorne befindet. Ohnehin sieht Lukas beim Jurastudium eher die gesellschaftliche Relevanz. „Jura besteht nicht nur aus Paragraphen“, sagte er im Gespräch mit der OP. Feste Vorstellungen von ihrem späteren Traumjob hat auch seine Kommilitonin Nicole (18) aus Siegen. Nach einem Praktikum bei der Staatsanwaltschaft hofft sie auf eine Karriere bei der Staatsanwaltschaft nach ihrem Jurastudium in Marburg.

Jura-Stadtrallye in Marburg - Student Steffen blättert mit Boxhandschuhen auf dem Marktplatz im Gesetzbuch. 

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Zusammen mit einer Kleingruppe von zehn weiteren Erstsemestern mussten Lukas und Nicole bei der Stadtrallye an Stationen am Lutherischen Kirchhof, am Steinweg und vor der Mensa einige Fragen zur Stadtgeschichte beantworten und noch weitere Aufgaben bewältigen: Dazu gehörte beispielsweise das gemeinsame Hindurchklettern durch ein „Spinnennetz“ aus Absperrbändern. „Ziel der Stadtrallye ist es, dass die neuen Studierenden die wichtigsten Plätze in Marburg sehen und sich auch untereinander kennenlernen“, erläutert Katharina Kalamarksi, die Vorsitzende der Fachschaft Jura.

Die Studierenden aus den älteren Semestern hatten in diesem Jahr einiges zu bewältigen. Rund 600 Neuanfänger in 33 Gruppen mussten betreut und durch die Stadt geführt werden. Als besonders eindrucksvoll empfand die Fachschaftsvorsitzende den Sektempfang für alle „Neuen“ am Vorabend der Stadtrallye am Marburger Landgrafenschloss,

Aber nicht nur die Jura-Studenten liefen bei Stadtrallyes in Kleingruppen durch die Stadt. Denn bei fast allen Fachbereichen erfreuen sich die manchmal auch feucht-fröhlichen Stadtrallyes als fester Bestandteil der Orientierungswoche vor dem Semesterstart großer Beliebtheit. Und da konnten die Marburger seit Anfang der Woche auch einige ausgelassene junge Studierende sehen, die sich teilweise in phantasievollen Kostümen in das „OE“-Getümmel stürzten.

von Manfred Hitzeroth

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