Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Osterferien fallen auf Semesterstart

Philipps-Universität Osterferien fallen auf Semesterstart

Die hessischen Osterferien und der Semesterstart an der Philipps-Universität überschneiden sich in diesem Jahr: Für Familien mit Kindern kann das Probleme schaffen.

Voriger Artikel
Weitere Klinik-Mitarbeiter auf Keim untersucht
Nächster Artikel
Kreis bringt Masterplan voran

Abenteuer im Kletterwald als Alternative zu Familien-Ferien: Eine Szene aus der Ferienbetreuung der Uni. Foto: Eckstein/Uni-Pressstelle

Quelle: Eckstein/Uni-Pressstelle

Marburg. Wenn sich Ende dieser Woche die Schüler in Marburg über den Beginn der Osterferien freuen, dann hören für die Studierenden die Semesterferien auf. Am Montag beginnt - zeitgleich mit der Karwoche - das Sommersemester. Die Schulferien überschneiden sich damit mit dem Sommersemester - nur unterbrochen durch die arbeitsfreien Ostertage von Karfreitag bis Ostermontag.

An der Marburger Universität hat es sich in den vergangenen Jahren mehrfach ergeben, dass es zu Überschneidungen der Vorlesungszeiten mit den Schulferien kam. Das kann besonders bei den Uni-Mitarbeitern, die Eltern von schulpflichtigen Kindern sind, zu Terminproblemen in der Feriengestaltung führen. Sogar im Uni-Senat standen Beschwerden darüber schon auf der Tagesordnung.

Uni organisiert wieder Kinderbetreuung

Warum lassen sich solche Überschneidungen nicht einfach vermeiden? „Die Antwort: weil es leider trotz bestem Willen aller nicht anders geht“, heißt es in einem Newsletter des Familienservices der Philipps-Universität. Denn für die mittel- und langfristige Termingestaltung sind zwei verschiedene Institutionen zuständig:

Die Semesterzeiten der hessischen Universitäten werden durch die Konferenz hessischer Universitäts-Präsidien festge­legt. Sie müssen dabei versuchen, die unterschiedlichen Interessen der Uni-Beschäftigten, die Schulferien und die Wünsche an europaweit möglichst einheitlichen Vorlesungsterminen zur Verbesserung der Mobilität der Studierenden miteinander in Einklang zu bringen.

Die Termine für die Schulferien werden in bundesweiten Beschlüssen durch die Kultusministerkonferenz festgelegt. Dabei werden beispielsweise die Osterferien jedes Jahr durch das terminlich wechselnde Osterfest vorherbestimmt. Ostern fällt immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, so dass sich dieser Termin zwischen 22. März und 25. April bewegt.

Eindeutige Vorgaben

Bei einer möglichen Kollision der Termine für Schulferien und Semesterstart gibt es an der Universität eindeutige Vorgaben. „Für alle in der Lehre Tätigen gilt die Dienstverpflichtung zur Lehre in der Vorlesungszeit“, macht Uni-Pressesprecherin Dr. Susanne Langer auf OP-Anfrage deutlich. Das bedeutet also, dass bei den Professoren „gravierende dienstliche Interessen“ dem individuellen Urlaubswunsch entgegenstehen. Für die technischen Mitarbeiter oder andere Verwaltungsangestellte hingegen kommt es sowohl im Semester als auch in den Semesterferien darauf an, ob sie in der Ferienzeit durch Kollegen vertreten werden können.

Und in diesem Fall geht es nach dem Bundesurlaubsgesetz für die an der Uni-Beschäftigten darum, dass der Urlaubsanspruch gewährt wird, so lange keine gravierenden dienstlichen Gründe dagegen sprechen. „Als familienfreundliche Universität bemüht sich die Universität Marburg, die Belange von Eltern mit Kindern so gut wie möglich zu berücksichtigen“, betont Langer. Es müsse aber geregelt sein, dass der Betrieb in den einzelnen Abteilungen weitergehen könne.

Für alle Eltern untern den Uni-Mitarbeitern, die in den Osterferien nicht Urlaub machen wollen oder sich ihren Urlaub beispielsweise für die Sommerferien und andere Ferien aufsparen, organisiert die Uni auch in diesen Osterferien wie auch in vergangenen Ferien wieder eine Kinderbetreuung. So werden im Neuen Botanischen Garten von der Grünen Schule naturkundliche Expeditionen angeboten.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr