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Ortsvorsteher will Tradition fortführen

Vereidigung Ortsvorsteher will Tradition fortführen

Peter Reckling, der sich seit 2001 im Ortsbeirat Dagobertshausen engagiert, zuletzt als Schriftführer, hat im Historischen Rathaussaal seine Ernennungsurkunde entgegengenommen.

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Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (von links), der neue Ortsvorsteher Peter Reckling und Oberbürgermeister Egon Vaupel bei der feierlichen Vereidigung.

Quelle: Marcus Hergenhan

Dagobertshausen. Nach dem überraschenden Tod von August Scherer im April dieses Jahres ist am Montagvormittag mit Peter Reckling der neue Ortsvorsteher in Dagobertshausen vereidigt worden.

Der ehemalige Schriftführer des Ortsbeirates wird das Amt zunächst vorübergehend bis zur Kommunalwahl im nächsten Jahr bekleiden.

„Ich freue mich sehr, dass sich so schnell jemand mit Ihrer Erfahrung als Ersatz für August Scherer, der ja eine Institution im Ort war, gefunden hat, und hoffe, dass Sie bei der Wahl die nötige Unterstützung finden und uns entsprechend lange erhalten bleiben“, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) während der Vereidigung.

Seit 2001 engagiert sich der hauptberufliche Bewährungshelfer Reckling im Ortsbeirat, natürlich ehrenamtlich. „Die Leute sagen immer, die Bereitschaft zum Ehrenamt würde ja generell abnehmen. Aber das stimmt meiner Ansicht nach einfach nicht. Heute ist einfach die Lebensplanung eine andere. Früher konnte man damit rechnen, nach der Ausbildung eine Arbeit im direkten Umfeld zu finden und dieser ein Leben lang nachzugehen. Heute ist das Leben flexibler geworden und damit aber auch nicht mehr so langfristig planbar“, bemerkte Vaupel.

Nun gilt es also für Reckling, die anstehenden Aufgaben im Ort anzugehen, zu denen unter anderem auch die mögliche Eingliederung einer neuen Aufnahmestätte für bis zu 30  Flüchtlinge im ehemaligen Altenheim gehört.

„Ein klarer Einschnitt“

Reckling beschrieb in seiner Ansprache nach der Vereidigung dazu seine geplante Vorgehensweise:  „Ich möchte mich zunächst einmal sehr für das Vertrauen, das in mich gesetzt wird, bedanken. Der Tod von August Scherer kam für uns alle überraschend. Wir merken nun, wie viel er gemacht hat und wie sehr seine Arbeit fehlt, das ist für den Ort ein klarer Einschnitt. Ich möchte nun im folgenden Jahr vor allem die Tradition in Dagobertshausen fortführen, dass wir in den Sitzungen trotz möglicher Parteidifferenzen immer auf freundschaftlicher Ebene zu einem einvernehmlichen Ergebnis finden. Denn nur, wenn wir trotz unterschiedlicher Auffassungen alle mit den Beschlüssen leben können und motiviert sind, sie umzusetzen, kann es vorangehen.“

von Marcus Hergenhan

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