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Ortsbeirat stimmt Plan für Kita-Neubau zu

Cappel Ortsbeirat stimmt Plan für Kita-Neubau zu

Neben der geplanten Schließung des Cappeler Flüchtlingslagers (die OP berichtete) kamen im Ortsbeirat Cappel noch weitere Themen zur Sprache.

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In der Sitzung ging es um die Zukunft der Steinmühle.

Quelle: Thorsten Richter

Cappel. So war Alt-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) gekommen, um über die Zukunft der Steinmühle zu sprechen. „Als die Schule damals auf G8 umstieg, entschied man sich dafür, eine dritte Klasse pro Jahrgang einzuführen. Da jetzt 90 Prozent der Eltern für die Rückkehr zu G9 sind, bedeutet dies langfristig, dass statt 610 nun eher 680 Kinder auf diese Schule gehen werden. Dafür braucht es Platz und da die Entwicklung der Schule sehr positiv ist, hat sich der Verein dazu entschieden, selbst angrenzende Flächen auf der Zufahrt zu erwerben. Auf diesen will die Steinmühle Gebäude für mehr Klassenräume bauen, wobei es uns wichtig ist, den Charakter der Anlage zu erhalten und die Planung mit dem Ortsbeirat abzustimmen“, erklärte Vaupel.

Nur ein Siebtel der Rasenfläche soll überhaupt bebaut werden. Am Mittwoch, 28. September, ab 19 Uhr wird es zu dem Thema der Erweiterung einen Infotermin in den Räumlichkeiten der Steinmühle geben. Der Bau soll im Jahr 2017 beginnen.

Neue Gestaltung des Rundwegs sorgt für Unmut

Auch der Verkehr war auf der Sitzung ein wichtiges Thema, so wurde angeregt, die Ampelschaltung zwischen der B-3-Abfahrt und der Kreuzung am Krekel zu optimieren, um die derzeitigen Staus zu verringern.

Größter Streitpunkt war allerdings der beschnittene Jahreshaushalt der Stadt und vor allem der damit verbundene verzögerte Neubau des Kindergartens am Teich. Seit längerem wird das alte Gebäude, welches den Anforderungen an moderne Kindergärten längst nicht mehr entspricht, von der Stadt für geflüchtete Kinder ohne Eltern genutzt, auf Ersatz müssen die Cappeler schon lange warten. „Die Stadt redet immerzu davon, mehr für die Betreuung der Kinder zu tun, jetzt wird der Bau wieder verzögert, sodass die Kita erst im Frühjahr oder Sommer 2018 fertig wird, wie geht das zusammen?“, kritisierte Tanja Bauder-Wöhr (Marburger Linke).

Für Unmut vor allem innerhalb der CDU Fraktion sorgte auch die aktuelle Gestaltung des Rundweges, der nun aus Kostengründen verkürzt am neuen Gebäude entlang führen soll, nicht mehr um den Teich.

Oliver Kutsch vom Fachdienst Hochbau verteidigte die Pläne der Stadt: „Wir sollten auf Anweisung des Magistrats die Kosten wieder auf die eingangs vereinbarte Summe von 3,5 Millionen Euro senken, da musste am Gebäude gespart werden und eben auch an dem Rundweg, dessen Abstützung entlang der Böschung teurer geworden wäre.“ Nach vorangegangenem Streit über die Parkplätze sieht die aktuelle Baugenehmigung zwei solche vor, da allerdings ein möglicher Verzicht noch geprüft wird, sind sie noch nicht im Plan enthalten. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, stimmte der Ortsbeirat schließlich einstimmig dafür, die aktuelle Planung nun so schnell wie möglich umzusetzen. Walter Jugel (CDU) sagte dazu: „Es hat sich nun lange genug hingezogen, wir sind über die Einsparungen und Gestaltung zwar nicht glücklich, aber werden uns auch im Sinne der Kinder einer schnellen Durchführung nicht in den Weg stellen.“

von Marcus Hergenhan

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