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Ortenberggemeinde schlägt Bürgerhaus vor

Waggonhallengelände Ortenberggemeinde schlägt Bürgerhaus vor

Die SPD Marburg Nord fordert ein Gesamtkonzept für die Entwicklung des Waggonhallenareals.

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Ein Teil des Waggonhallenarels mit der Volksbank-Kletterhalle, dem Lokschuppen (rechts) und dem Gebäude von Radio Unerhört: Die SPD Nord fordert ein Gesamtkonzept für das Areal.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Sozialdemokraten beklagen den sehr unterschiedlichen Entwicklungsstand des Areals. Während die Kletterhalle hervorragend ausgestaltet ist, bestehe im Bereich der Schulungsräume und der Soziokultur des Theaters Gegenstand sowie den von Radio Unerhört genutzten Räumen noch erheblicher Modernisierungsbedarf. Vor allem der ehemalige Lokschuppen, einer der letzten noch bestehenden in ganz Hessen, befinde sich in einem „katastrophalen Zustand“ und ist nur mit großem Aufwand „vielleicht teilweise noch zu retten“, wie es Uli Severin formulierte.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Nachtragshaushalt für 2015 drei Millionen Euro für die Entwicklung des Areals zur Verfügung gestellt, sie sollen vor allem der Anbindung an den Ortenbergsteg über die Bahnlinie und der Sanierung der Waggonhalle dienen.

Alten- und Kinderzentrum, Wohnbebauung oder Bewegungszentrum

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) hatte als künftige Nutzungsmöglichkeiten für die Waggonhalle ein Alten- und Kinderzentrum, Wohnbebauung und ein Bewegungszentrum in die Diskussion eingebracht.

Der SPD-Ortsverein Marburg-Nord fordert dagegen, dass zunächst umgehend ein Nutzungskonzept für das gesamte Waggonhallenareal erstellt werden müsse und dann zügig die Erhaltung, Sanierung und Modernisierung der Gebäude angegangen werden muss.

Dabei sollte, so Severin, auch der jüngste Vorschlag der Ortenberggemeinde berücksichtigt werden.

Viel Potenzial für infrastrukturelle Verbesserungen

Deren Vorsitzender Pit Metz hat vorgeschlagen, im Bereich des Waggonhallengeländes ein „Bürgerhaus“ (barrierefrei und gut erreichbar) für den Stadtteil einzurichten, weil das derzeit genutzte Gebäude nur mit hohen Kosten barrierefrei hergerichtet werden kann.

Neben Kunst und Kultur sollte auch geprüft werden, inwieweit das Gelände gewerblich genutzt oder zur Kinderbetreuung zur Verfügung gestellt werden kann.

„Das Gelände bietet viel Potential für infrastrukturelle Verbesserungen am Ortenberg und für die Schaffung von Angeboten über den Stadtteil hinaus, viele warten schon jetzt auf den Startschuss für dieses Entwicklungsprojekt“, sagte Severin.

von Till Conrad

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