Drei Verhandlungstage dauerte der Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung. Einer der Angeklagten wurde freigesprochen. Archivfoto
Marburg. Im Prozess gegen zwei mutmaßliche Täter, die einen 24-jährigen Bundeswehrsoldaten aus Hamburg lebensgefährlich verletzt haben sollen, fällte Richter Dr. Christoph Otto das Urteil.
Ein Angeklagter wurde freigesprochen, der andere Mann zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Im Dezember 2008 sollen ein damals 19-jähriger junger Mann und sein 17-jähriger Freund einen Bundeswehrsoldaten vor einer Marburger Diskothek zusammengeschlagen haben.
Nach Tritten in die Rippengegend sackte der in Hamburg stationierte Mann zusammen und wurde, so seine Aussage, mehrfach in die Bauch- und Kopfgegend getreten. „Plötzlich wurde alles dunkel, und ich wachte auf der Intensivstation auf. Ich hatte Wochen später noch keine Erinnerung an das ,was geschehen war“, erinnerte sich der 24-Jährige während der Vernehmung. Ein Schädelbruch und eine Hirnblutung ließen ihn für mehrere Tage ins Koma fallen, insgesamt war er drei Monate arbeitsunfähig.
Erst nachdem er Akteneinsicht gehabt habe, hätte er sich an Details der Schlägerei erinnern können. Erschwert wurde die Verhandlung dadurch, dass sich der mittlerweile 20-jährige Hauptbeschuldigte weigerte, den Namen eines Mittäters preiszugeben.
von Björn Wisker
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