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„Onleihe“ wird immer beliebter

Stadtbücherei zieht Bilanz „Onleihe“ wird immer beliebter

Besonders im vergangenen Jahr haben sich die Interessen der Bibliotheksnutzer verändert.

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Jürgen Hölzer (von links), Dr. Kerstin Weinbach und Cornelia Wiegand zeigen einige der insgesamt 103 000 Medien, die in der Stadtbücherei Marburg ausgeliehen werden können.

Quelle: Pascal Ertl

Marburg. Die Stadtbücherei in der Ketzerbach hat vergangenes Jahr erneut einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Attraktivität und Lebensqualität innerhalb Marburgs geleistet. Auch und zur Bildung, Integration und Freizeitgestaltung von vielen Menschen verschiedenen Alters standen unzählige Medien zur Verfügung.

Mit einem breiten Angebot von 103 000 Medien wurden 2015 genau 392 092 Entleihungen erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr 2014 stellt dies eine leichte Abnahme von 3,7 Prozent dar. Am beliebtesten waren im vergangenen Jahr immer noch Bücher und Zeitschriften, also die gängigen Printmedien, mit einem Anteil von 63 Prozent aller Entleihungen. Besonders stark vertreten waren wieder Hörbücher mit 19 Prozent.

Kleinere Anteile machten Musik-CDs (9 Prozent), Spielfilme auf DVD (6 Prozent) sowie CD-ROMs und Karten (je 1 Prozent) aus. Des Weiteren werden seit 2009 in Kooperation mit dem „OnleiheVerbundHessen“ bereits mehr als 96 000 elektronische Medien zum zeitbegrenzten Download angeboten. Besonders erfreulich: Vergangenes Jahr ist die Zahl der Downloads wieder beachtlich gestiegen. 73 939 Medien wurden heruntergeladen, was einer Steigerung von 13 Prozent entspricht.

Digitale Medien haben auch für Ältere Vorteile

Bei einer leichten Abnahme von Ausleihen physischen Bestandes nimmt die sogenannte Onleihe also rasant zu. Fachdienstleiter Jürgen Hölzer sieht dieser Tendenz positiv entgegen: „Onleihe ist total leicht, und wir haben ein gutes Angebot hier in der Stadtbücherei.“ Zudem kämen vor allem ältere Menschen mit der Onleihe in Kontakt. Diese könnten sich den Weg zur Bibliothek sparen oder beispielsweise die Schriftgröße an digitalen Endgeräten verändern. Die technische Umsetzung müsse jedoch konstant verbessert werden. Hinsichtlich der Buchthemen wurden die Faktoren Integration und Bildung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr besonders wichtig. „Von Fachliteratur zum Erlernen der deutschen Sprache wird bei uns immer häufiger Gebrauch gemacht“, betont Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach.

In diesem Jahr soll die Mediennutzung noch intensiver beobachtet werden. Ein Bereich für Schüler und Studenten zur Prüfungsvorbereitung ist geplant, außerdem sollen Kindergruppen in Veranstaltungen für Literatur begeistert werden. Die stellvertretende Bücherleiterin Cornelia Wiegand hat beobachtet, dass beispielsweise mit Comics durchaus „höherer Anspruch vermittelbar ist“.

von Pascal Ertl

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