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Ohne Männer geht‘s dann doch nicht

Ohne Männer geht‘s dann doch nicht

Marburgs Närrinnen feierten nicht nur im Stadtzentrum, auch das Michelbacher Bürgerhaus war gut gefüllt. Dort wollten die mächtigen Weiber ebenfalls nicht auf das für einen Abend schwache Geschlecht verzichten.

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Die Michelbacher „Heppedinger“ führten das Publikum zurück in die Steinzeit.Foto: Ina Tannert

Marburg. von Ines Dietrich und Ina Tannert

Marburg. In Marburg ist die Weiberfastnachts-Sitzung des Festausschusses Marburger Karneval traditionell ein Höhepunkt der fünften Jahreszeit und deshalb war die Stadthalle auch um Punkt 20.11 Uhr zum Bersten gefüllt mit gut gelaunten, originell verkleideten, ausgelassenen Frauen - und Männern, denen ebenfalls großzügig Einlass gewährt wurde.

Getreu dem Motto der diesjährigen Karnevalskampagne „Himmlisch-höllische Narretei“ gab es überdurchschnittlich viele Teufelinnen mit blinkenden Hörnern und ebenso zahlreiche Engel, ganz stilecht mit Heiligenschein und Flügelpaar. Oberbürgermeister Egon Vaupel hatte sich für eine Mönchskutte entschieden, kam sehr distinguiert daher und musste sich auch keine Sorgen um die Krawatte machen.

Die Stimmung war schon prächtig, bevor Funken, Prinzenpaare und das Damenkomitee zur großen Eröffnung die Bühne betraten, und steigerte sich kontinuierlich. Spätestens als das Männerballett mit „Aerobic Dreams“ zu wilder Techno-Music und in weiße Overalls gehüllt in den Saal stürmte, hielt die Närrinnen nichts mehr auf den Sitzen und ein kollektives Kreischen begann.

Das steigerte sich, als die Overalls abgeworfen wurden und die mehr oder weniger muskulösen Herren in engen neonfarbenen Outfits eine Choreografie mit gewagten Hebe- und Wurf-Figuren zum Besten gaben, in deren Verlauf immer weniger Kleidungsstücke eine immer größere Rolle spielten.

Die Frauen im Saal tobten.Ebenso frenetisch beklatscht wurden die FMK „Uhus“, die in Musketier-Kostümen einen perfekten Gardetanz zum Besten gaben und bewiesen, daß sie sich hinter den jungen Tänzerinnen in Sachen Dynamik und Ausdauer nicht verstecken müssen.

Die Weiberfastnacht in der Stadthalle war eine gelungene Mischung aus traditionellem Gardetanz, fantasievollen Kostümen, viel extravaganter Travestie und einigen frivolen Programmpunkten, die naturgemäß am heftigsten beklatscht wurden.

Weiber in Michelbach feierten zum 11. Mal

Michelbach! Helau! So schallte es am Donnerstag mehrfach durch den gut gefüllten Saal des Bürgerhauses. Akrobatische Tanzeinlagen, Gesang, Büttenreden und ironische Geschichten begeisterten die rund 160 feierfreudigen Narren. Unter anderem traten Gruppen wie der 1. Marburger Funkencorps samt Jugendgarde, die Tanzgarde Afföller, die Bürgergarde Weidenhausen sowie die wilden Bienen und Füchse aus Caldern auf. Die Miba-Girls nahmen die Zuschauer mit auf eine rasante Reise durch Länder dieser Welt, während die Michelbacher Heppedinger das Publikum sogar zurück in die Steinzeit führten.

Besonders bejubelt wurde außerdem die Vorführung der örtlichen Feuerwehr, die heldenhaft eine „holde Maid“ aus den Fängen böser Teufel errettete und diese mitsamt Feuerwehrschlauch über die ganze Bühne jagte. Erfolgreich organisiert wurde das Ganze von den Karnevalfreunden Michelbach.

Durch das umfangreiche Programm des Abends führten die Vereinsmitglieder Karin Maiwald und Marion Hofmann. Humorvoll kommentierten sie die Darbietungen und heizten die Stimmung im Saal immer wieder an.

Seit nunmehr elf Jahren veranstalten die Karnevalfreunde die Weiberfastnacht in Michelbach. Durch die Narrenzahl elf war es dieses Jahr sogar ein besonderes Jubiläum.

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