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Oberstädter fürchten Sperrung

Weidenhäuser Brücke Oberstädter fürchten Sperrung

Ein großer Teil des Ortsbeirats Oberstadt fordert Magistrat und Stadtparlament auf, an der für nächstes Jahr geplanten Sanierung der Weidenhäuser Brücke festzuhalten.

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Zankapfel Weidenhäuser Brücke.

Quelle: Tobias Hirsch (Archiv)

Marburg. Die Brücke bilde „einen der zentralen Verkehrswege in Richtung Oberstadt“, der Stadtteil ist auf „diese Verkehrsader dringend angewiesen“, heißt es in der Begründung eines Antrags, der auf der Sitzung am Mittwoch (19 Uhr, Sitzungssaal ­Hohe ­Kante) debattiert wird.

Die Stadtverwaltung habe in der Vergangenheit wiederholt deutlich gemacht, dass die Sanierung dringend erforderlich sei, um eine Sperrung des Bauwerks abzuwenden. Angesichts vorliegender Förderbescheide vom Land Hessen „liegen beste Voraussetzungen für eine Sanierung vor, die für die Stadt noch besonders kostengünstig erfolgen wird“. Vor diesem Hintergrund sei es „unverständlich, warum die Stadtverordnetenversammlung die Brücken­sanierung aus Haushaltsgründen bis auf Weiteres ausgesetzt hat“. Denn der Haushalt, in den es das erforderliche Geld nun einzustellen gelte, werde stärker belastet wenn Fördergelder verfallen und eine dann unumgängliche Brückensanierung zu einem größeren Anteil von der Stadt selbst getragen werden müsse. Die Konsequenz: „Weder Haushalt noch Brücke wären saniert“.

Eine perspektivisch aus Sicherheitsgründen erforderliche Sperrung würde nicht nur länger dauern als die Zeit der Bauarbeiten, sie würde für die Oberstadt und auch für die „ohnehin schon hochfrequentierte Nordstadt massive Probleme verursachen“.

FDP-Fraktionschef Christoph Ditschler kritisiert sowohl Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) für das Festhalten „Großprojekt der Premium-Sanierung samt Steg-Anbau“ als auch die Quasi-Koalition aus SPD, CDU und BfM dafür, „alles auf null zu setzen, ohne Plan B zu haben“. Der „unwiederbringliche Verfall“ von Fördergeldern wäre „bitter“, deshalb müsse nun eine pragmatische, günstigere, eine „kleine Lösung“ her: Die Beschränkung auf die Reparatur des größer werdenden Risses, „dem eigentlichen Sicherheitsproblem“. Ein „untätiges Abwarten ist eine unverantwortlich Wette auf die Zukunft.“

von Björn Wisker

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