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Kritik an Mensa-Preisen OP-Fakten-Check

Teures Mensa-Essen an der Philipps-Universität, ein Makel oder ein Märchen? Die OP macht für Sie den Fakten-Check.

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Hauptgericht und eine Beilage, oder doch mehr? Bis in den Abend warmes Essen oder nur mittags? Die Preise an den hessischen Universitätsmensen, wie hier in Frankfurt, sind weitgehend ähnlich.

Quelle: Archiv

Marburg. Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Philipps-Universität hat die Unterfinanzierung der Studentenwerke kritisiert, fürchtet steigende Preise für das Essen in den Mensen am Erlenring und auf den Lahnbergen.

Die Forderung: Höhere Landes-Subventionen für die Speisen, damit für Studenten die Mahlzeiten billig blieben. Im Vergleich zu anderen Hochschulstandorten (Hauptmensen) in Hessen zeigt sich: Die mittelhessische Universitätsstadt hat in Bezug auf das Mittagessen keine teureren Preise als andere Mensen.

Für die täglich vier wechselnden, in dieser Woche in Marburg angebotenen Mittagessen verlangt das Studentenwerk zwischen 1,95 Euro und 3,65 Euro.

An der Justus-Liebig-Universität in Gießen werden täglich wechselnd vier Speisen zum Preis zwischen 1,60 Euro und 2,80 Euro angeboten.

Für zwei bis drei täglich wechselnde Mittagessen zahlen Studenten in Kassel zwischen 1,70 Euro und 3,50 Euro.

Das Studentenwerk an der Technischen Universität Darmstadt gibt die Preise für drei täglich wechselnde Gerichte mit 1,70 Euro bis 3,20 Euro
an.

An der Goethe-Universität in Frankfurt gibt es eine Preisspanne zwischen 1,80 Euro und 4,50 Euro für bis zu acht verschiedene Speisen  am Tag.

Das mit Marburg oft verglichene Tübingen verlangt zwischen 2,85 Euro und 3 Euro plus 80 Cent pro Beilage/Dessert.

Jedoch unterscheidet sich in den Hauptmensen die Zahl der Beilagen (etwa Salat, Nachtisch, Getränke), die in den Preisen inbegriffen ist. Ebenso verschieden sind Faktoren wie Qualität und Auswahl an vegetarischen Speisen.

In allen hessischen Mensen werden über die Angebote an den Hauptausgaben hinaus Menüs angeboten, die oft etwas extravaganter sind. Dort variieren die Preise, im Marburger Bistro etwa kosten Essen in dieser Woche ab 3,05 Euro.

Zum Vergleich: Für das Essen an weiterführenden Schulen zahlen Jugendliche in Marburg  3 Euro (mit weiteren 50 Cent subventioniert die Kommune die Verpflegung). An Grundschulen sind es 2,60 Euro pro Tag und Essen. Kinder von Sozialleistungsempfängern zahlen in Marburg ermäßigt 80 Cent, teilte die Stadtverwaltung auf OP-Anfrage mit. Deutschlandweit sind Preise zwischen 2,80 Euro und 3,05 Euro üblich.

Das Bistro in der Marburger Erlenringmensa hat bis 20 Uhr (Semesterferien 19.30 Uhr) geöffnet und in dieser Zeit durchgehend warme Küche, bietet vollwertige Menüs an. Zum Vergleich: In Frankfurt sind die regulären Essenausgaben von 11 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet, eine Cafeteria bietet darüber hinaus bis 17 Uhr nur kleine Speisen  und Snacks an. In Kassel gibt es von 11.15 Uhr bis 14.30 Uhr Mittagessen, eine Cafeteria bietet bis 19.30 Uhr Kuchen und Brezeln an. In Gießen werden in den größten der acht Cafeterien bis 18.30 Uhr auch warme Menüs verkauft. In Darmstadt gibt es ein zwar bis 22 Uhr geöffnetes Bistro, das aber nur belegte Brötchen anbietet.

von Björn Wisker

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