Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
OB-Wahl: CDU lehnt BfM-Angebot ab

Wahlkampf 2015 OB-Wahl: CDU lehnt BfM-Angebot ab

Der Plan der Bürger für Marburg, Andrea Suntheim-Pichler als gemeinsame Kandidatin des bürgerlichen Lagers bei der Oberbürgermeister-Wahl 2015 antreten zu lassen, wird von der CDU verworfen. Die Konservativen haben einen neuen Favoriten.

Voriger Artikel
92-Jährige stürzt – Hilfe bleibt aus
Nächster Artikel
Man kann nicht alles haben, aber alles versuchen

Andrea Suntheimer-Pichler.

Quelle: Archiv

Marburg. Ende vergangener Woche verneinte die 48-Jährige im Zuge einer OP-Recherche diese Möglichkeit noch. Ein Sinneswandel binnen einer Woche? „Ganz offen ist zuletzt von vielen der Wunsch an mich, an uns herangetragen worden, zu kandidieren“, sagt Suntheim-Pichler (Archivfoto rechts). Strategie- und Inhaltsgespräche habe es zwischen BfM und CDU kürzlich gegeben - dabei seien Strategiefragen besprochen worden. Etwa, wie die Siegchancen einer parteilosen Frau wie Suntheim-Pichler gegen den mutmaßlichen SPD-Mann Matthias Acker stehen.

Das BfM-Angebot verschafft der CDU nach der Absage des OB-Kandidatsfavoriten Roger Pfalz eine neue personelle Möglichkeit. Jedoch: „In diese Richtung sind bei uns noch keine Gespräche gelaufen“, sagt Mathias Range, CDU-Parteivorsitzender und Chef der parteiinternen Kandidaten-Findungskommission auf OP-Anfrage. „Als größte Oppositionspartei wollen wir diejenigen sein, die jemanden zur Wahl stellen, der bei allen Bürgerlichen Anklang findet“, sagt er. Range hofft eher, dass BfM, FDP und Marburger Bürgerliste (MBL) gemeinsam hinter einem CDU-Vorschlag stehen. „Wir sind in der glücklichen Situation, viele geeignete Leute und Interessenten zu haben. Daher sehe ich derzeit nicht, dass es für uns eine Möglichkeit wäre, Frau Suntheim-Pichler zu unterstützen“, sagt Range (Archivfoto Mitte).

Die CDU wird daher am Montagabend erneut in der Findungskommission beraten. Nach OP-Informationen ist einer der heißesten Anwärter ein Marburger aus der Wirtschaft, der sowohl Erfahrungen in Personalleitung als auch im Finanz-wesen hat. Range will das nicht bestätigen: „An Spekulationen beteilige ich mich nicht. Klar ist, dass wir bald einen guten Kandidaten präsentieren werden.“

Die Stadtverordnete Suntheim-Pichler knüpft ihre Kandidatur jedoch an die Bedingung, die volle Unterstützung der CDU zu bekommen - daher scheint ihr Angebot ins Leere zu laufen. „Ich habe mit einer Absage der CDU gerechnet. Unsere inhaltlichen und strategischen Argumente haben offenbar nicht gegriffen, so offen war die CDU für die Vorschläge leider nicht“, sagt sie. Das sei „schade, aber ich nehme das nicht persönlich“, sagt sie.

Die Marburger FDP hat sich unterdessen dazu entschieden, einen Kandidaten zu unter-stützen, ihren Wählern eine Empfehlung für einen Parteifremden auszusprechen. „Wir hoffen auf eine Marburger Persönlichkeit - und nicht auf einen Parteikader. Bei einem solchen Kandidaten könnten wir uns durchaus auch einen Schulterschluss mit anderen Parteien und Wählergruppen vorstellen, sofern die Inhalte passen“, sagt Michael Selinka, Stadtverordneter. Parteichef Christoph Ditschler (Archivfoto rechts) greift indes die Sozialdemokraten in der Universitätsstadt an: „Das Oberbürgermeisteramt ist kein Erbhof der SPD.“ Die Partei „möchte den Eindruck erwecken, dass sie allein entscheiden könnte, wer OB wird.“ Er vermutet eine „voreilige Kür“ Matthias Ackers, obwohl „ein Auswahlprozess innerhalb der politischen Gruppierungen Zeit braucht“.

Die Marburger Bürgerliste plant ebenfalls ohne einen eigenen Amts-Bewerber.

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rote Zahlen

Die Beratungen für den Doppelhaushalt 2015/2016 können beginnen: Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) brachte das Zahlenwerk mit einer 90-minütigen Haushaltsrede ins Parlament ein.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr