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Nutzfläche mehr als verdoppelt

Kindergarten Ockershausen Nutzfläche mehr als verdoppelt

Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde am Dienstag der Neubau am Kindergarten Ockershausen eingeweiht. Er ermöglicht die Betreuung von bis zu 80 Kindern zwischen 7 und 17 Uhr.

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Die Kinder und Erzieherinnen freuen sich gemeinsam mit Vertretern von Stadt und Kirche über die neuen Räume.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Zu diesem Zweck wurden die Küche mit Kinderbistro ausgebaut und neue Räume geschaffen, sodass sich die Nutzfläche insgesamt mehr als verdoppelt hat.

Natürlich fordert ein solcher Umbau seinen Preis - auf mehreren Ebenen. „Ich möchte mich herzlich bei der Stadt und der Gemeinde bedanken und natürlich auch bei den Nachbarn, die so lange die Umbauarbeiten erduldet haben“, erklärte Kindergartenleiterin Anke Hillig. „Es heißt zwar: Kinderkreischen sei kein Lärm, sondern Zukunftsläuten, aber wer einmal in einer solchen Einrichtung gearbeitet hat, der weiß, das kann schon belastend sein. Daher möchte ich mich auch noch einmal bei der Gemeinde bedanken, die sich während einiger Umbauphasen der ausgelagerten Kinder angenommen hat“, bemerkte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD).

Anschließend ging Spies, der von Amts wegen auch Kämmerer ist, auf die finanzielle Seite der Marburger Kinderbetreuung ein: „Insgesamt hat der Umbau rund 1,6 Millionen Euro gekostet und darüber hinaus zahlt die Stadt jährlich 800000 Euro für den Betrieb. Marburg investiert besonders stark in eine hervorragende Kleinkinderversorgung, so sind mittlerweile 60 Prozent aller Kindergartenplätze mit Ganztagsangebot versehen und bei den Krippenplätzen ist das Standard.“

Die Stadt frage dabei auch nicht, ob die Eltern die Ganztagsbetreuung wirklich brauchen, wer sie wünsche, der bekomme sie auch, „weil wir die Eltern bestmöglichst unterstützen möchten“.

Dabei würden laut Spies bei etwa einem Drittel aufgrund der Einkommenslage keinerlei Gebühren erhoben, ein weiterer großer Teil zahle nur den Teilbetrag. Aufgrund all dieser Leistungen seien die Kosten für die Stadt in den vergangenen zehn Jahren um 130 Prozent gestiegen, die Gebühren aber nicht, sodass sie deutlich unter dem Niveau des Umlands lägen. „Hier ist es an der Zeit, über dringend nötige Anpassungen nachzudenken“, erklärte Spies.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) wies anschließend in seiner Eröffnungsansprache auf die Bedeutung des frühen Umgangs von Kindern miteinander hin. In diesem Sinne versteht sich der Neubau als großer Schritt in Richtung Geborgenheit, mit neuen Schlafplätzen, Spielflächen, Gruppenräumen und mehr Barrierefreiheit. Natürlich müsse bei einem modernen öffentlichen Bauprojekt die Energieeffizienz und Sicherheit ebenso gesteigert werden, was durch ein Kleinblockheizkraftwerk und neue vernetzte Rauchmelder erreicht worden sei.

von Marcus Hergenhan

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