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Nur die Sonne fehlt

Umweltaktionstag Nur die Sonne fehlt

Ob auf dem Pferd, Segway oder am Seil: Jung und Alt bewegten sich gestern beim 13. Umweltaktionstag der Stadt Marburg. Der Regen trübte die Stimmung nicht - dafür war das Programm zu vielfältig und einmalig.

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Gideon hat Spaß mit den Seifenblasen von David Friedrich beim Umweltaktionstag.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Das Wetter hätte schon etwas besser sein dürfen“, stellte Stefanie Lefebvre fest, die über Tochter Annelie (6) und Sohn Frederic (8) wachte. Diese hatten sichtlich ihre Freude an den mit Luft gefüllten Wasserrollen, die am Sonntag auf der Lahn schwammen. Einmal im trockenen Inneren der Konstruktion angekommen, konnten die Kleinen wie in einem großen Hamsterrad auf der Lahn durch eigenen Körpereinsatz vorankommen - allerdings nur so weit die Sicherheitsleinen dies zuließen. „Größtenteils drehen die auf der Stelle, aber so kann nichts passieren, und die Kinder haben ihren Spaß,“ erklärte Rebeca Richter, eine Mitarbeiterin.

Celine war der Regen egal. Während sich die anderen Besucher unter Schirmen versteckten, ritt die Siebenjährige das Fjordpferd Ajax beim Umweltaktionstag. Foto: Nadine Weigel

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An Bewegungsangeboten mangelte es nicht auf dem Umweltaktionstag in Marburg. Papa Dominic Lefebvre seilte für den Erlebnispädagogikverein BSJ-Marburg Kinder von der Mensa-Brücke in Kanus ab, Peter Schick und seine zwei Kaltblüter kutschierten zwölfmal am Tag bis zu 16 Fahrgäste durch die Innenstadt und auch Ponyreiten samt Hüpfburg stand zur Wahl. „Bei besserem Wetter wäre hier mehr los, aber wir sind ganz zufrieden, dass doch einige Leute rauskommen“, so Schick. „Letztes Jahr hatten wir richtige Schlangen von bis zu 20 Leuten, bei dem Regen kann man das freilich vergessen,“ bemerkte Lefebvre.

Feuerwehr musste auf Mensa-Parkplatz ausweichen

Auch das Team der „Marburg-Flitzer“, das wieder einen Segway-Parcours am Blochmann-Platz anbot, zählte weniger Gäste als erwartet. Als es besonders stark regnete, machte das Team aus Sicherheitsgründen eine Pause. Doch am Nachmittag kamen wieder zahlreiche Neugierige, die ihre erste Runde drehten. Die Anbieter hatten die Geschwindigkeit der Segways allerdings gedrosselt, auf die Maximalgeschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde kam auch der ehrgeizigste Fahrer nicht. Wer beim Aktionstag die Bewegung aufs Flanieren beschränkte, hatte ebenfalls reichlich Auswahl. Es duftete nach frischem Crêpe und Bratwürsten und für diejenigen, die mal etwas anderes ausprobieren wollten, gab es vielfältige Snacks und Gourmethappen. Denn erstmals fand beim Aktionstag ein „Fairer Markt“ auf dem Blochmann-Platz statt. Anlässlich der bundesweiten Fairtrade-Kochshow-Tour durch acht deutsche Städte bereitete „Fairtrade-Botschafter“ und Koch Hendrik Meisel in seiner „Open-Air-Küche“ Gerichte mit Produkten aus dem Fairen Handel zu. Zudem präsentierten sich zahlreiche Akteure, die sich für Fairen Handel engagieren. Der Leiter des städtischen Fachdiensts Umwelt, Jochen Friedrich, war mit der Veranstaltung zufrieden. Mit insgesamt 50 Ausstellern haben 30 Prozent mehr als im Vorjahr mitgewirkt, so Friedrich. „Stimmung und Angebot waren gut. Sobald der Regen aufhörte, kamen die Besucher - dann eben alle auf einmal“, so Friedrich.

Das Programm konnte wie geplant stattfinden - lediglich die Feuerwehr konnte ihre Aktionen nicht auf den matschigen Lahnwiesen anbieten. Fahrzeuge und Gerät standen samt zahlreichen Helfern auf dem Mensa-Parkplatz.

von Anna Ntemiris und Marcus Hergenhan

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