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Notunterkünfte für Studierende

Wintersemester beginnt Notunterkünfte für Studierende

Übernachtungen im Bettenhaus möglich: In einer Woche beginnt das Wintersemester. Erwartet werden mehr als 5.000 Erstsemester. Viele sind noch auf Wohnungssuche.

Marburg. Der Marburger Wohnungsmarkt ist angespannt – ganz besonders zum Semesterstart. Und Wohnen ist teuer. „Marburg ist schön zum Studieren – aber zum Wohnen?“, fragt der Verein zur Förderung studentischen Wohnens in Marburg. Die Entwicklung in Marburg gehe nicht in Richtung bezahlbaren Wohnraums. Stadtteile wie die Nordstadt würden einer neuen Vermarktung zugänglich gemacht. „Da helfen auch keine bunten, unbezahlbaren Einzel-Appartements direkt an der Schnellstraße – die studentische Wohnungsnot bleibt eine Tatsache und besonders betroffen sind diejenigen, die es sowieso schon besonders schwer haben“, kritisiert Nora Strehlitz vom Vorstand des selbstverwaltetenen Wohnprojekts Bettenhaus. Das Bettenhaus biete wieder kostenlose Notunterkünfte für Studierende an, die zu Beginn des Semesters noch kein Zimmer gefunden hätten. Besonders finanziell weniger gut gestellte Studierende müssten sich oft auf kaum zumutbare Zimmer einlassen, teilte der Verein mit.

Die Bewohner des Bettenhauses suchen unterdessen finanzielle Unterstützung für die Übernahme und Sanierung des Hauses, „um sozial verträgliches und solidarisches Wohnen in Marburg“ zu erhalten. Die Grünen haben das Thema Bettenhaus in ihr Programm zur Kommunalwahl aufgenommen.

In Planung ist bereits ein weiterer größerer Appartementkomplex auf ehemaligem Bahngelände.

Kontakt per E-Mail: Notbetten@projekt-bettenhaus.de

von Uwe Badouin

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