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Wintersemester beginnt

Notunterkünfte für Studierende

Übernachtungen im Bettenhaus möglich: In einer Woche beginnt das Wintersemester. Erwartet werden mehr als 5.000 Erstsemester. Viele sind noch auf Wohnungssuche.
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Marburg. Der Marburger Wohnungsmarkt ist angespannt – ganz besonders zum Semesterstart. Und Wohnen ist teuer. „Marburg ist schön zum Studieren – aber zum Wohnen?“, fragt der Verein zur Förderung studentischen Wohnens in Marburg. Die Entwicklung in Marburg gehe nicht in Richtung bezahlbaren Wohnraums. Stadtteile wie die Nordstadt würden einer neuen Vermarktung zugänglich gemacht. „Da helfen auch keine bunten, unbezahlbaren Einzel-Appartements direkt an der Schnellstraße – die studentische Wohnungsnot bleibt eine Tatsache und besonders betroffen sind diejenigen, die es sowieso schon besonders schwer haben“, kritisiert Nora Strehlitz vom Vorstand des selbstverwaltetenen Wohnprojekts Bettenhaus. Das Bettenhaus biete wieder kostenlose Notunterkünfte für Studierende an, die zu Beginn des Semesters noch kein Zimmer gefunden hätten. Besonders finanziell weniger gut gestellte Studierende müssten sich oft auf kaum zumutbare Zimmer einlassen, teilte der Verein mit.

Die Bewohner des Bettenhauses suchen unterdessen finanzielle Unterstützung für die Übernahme und Sanierung des Hauses, „um sozial verträgliches und solidarisches Wohnen in Marburg“ zu erhalten. Die Grünen haben das Thema Bettenhaus in ihr Programm zur Kommunalwahl aufgenommen.

In Planung ist bereits ein weiterer größerer Appartementkomplex auf ehemaligem Bahngelände.

Kontakt per E-Mail: Notbetten@projekt-bettenhaus.de

von Uwe Badouin


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  • Marburg-Uni=NIX Paul – 15.10.10
    Die Stadt Marburg und all ihre Bewohner profitieren von der Universität. Diese hat Marburg über Jahrhunderte geprägt und für die Bekanntheit dieser Stadt gesorgt. Wenn jetzt eifrig Kommentare getippt werden, a lá "Der Bus ist voll, Studiengebühren würden das Problem lösen" oder "der städtische Wohnungsbau schröpft potentielle Kapitalanleger", dann ist das an Kurzsichtigkeit nicht zu unterbieten. Es wird der Eindruck vermittelt, dass Studenten in Marburg zum Störfaktor geworden sind, der „Einheimischen“ den Wohnraum wegnimmt oder sich als Mieter daneben benimmt und selber an der Wohnraummisere schuld ist.
    Bei einer Einwohnerzahl von ca. 80.000, gibt es in Marburg 23.337 Studierende. Wiederum sind 7.500 Menschen bei der Universität angestellt.
    Von einer Stadt die in so hohem Maße von einer Einrichtung wie der Universität profitiert, kann man erwarten, dass sie etwas gegen die Wohnungsnot unter den Studenten tut. Die Universität und ihre Studierenden sind ein „Wirtschaftsfaktor“ in den es sich lohnt zu investieren. Die Kaufkraft von 23.000 Studenten, auch wenn nicht besonders wohlhabenden, ist nicht zu unterschätzen. Ebenso sind die in Marburg angesiedelten Pharmaunternehmen nicht zuletzt so investitionsfreudig aufgrund der nahen Universität.
    Fazit: die Universität bringt das Geld und die Kultur nach Marburg. Sorgt für die Attraktivität als Wirtschaftsstandort und ist Vorraussetzung für das Wohl von Marburg.
    Übrigens: Man kann auch als Rentner oder Berufstätiger Vorlesungen besuchen und so vielleicht seinen Horizont erweitern!
  • Eure Schilder Mike – 12.10.10
    *plonk* hier sind sie.
  • An Arbeitnehmer Marc O. – 11.10.10
    Was heißt denn "bezahlbar"? Kleine Wohnungen gibt's in Marburg nunmal erst ab etwa 10, meist sogar ab 11 €/m². Das regelt der Markt. So ist es überall! Und es sicherlich nicht die Aufgabe der Stadt, Kapitalanlegern die Preise kaputt zu machen!
  • Innere Werte Leser – 11.10.10
    Dass die Wohnungsnot in Marburg wohl sehr hoch ist unter den Studierenden erkennt man auch daran, dass es jemand gelungen ist, unmittelbar an einer Stadtautobahn Wohnungen zu bauen und zu verkaufen. Ein Huhn oder einen Juchtenkäfer (S 21) dürfte man dort wegen der Geräuschentwicklung und der Luftverschmutzung sicherlich nicht ansiedeln. Aber das passt zu dem Gesamtbild unseres Architektenwahnsinns in Marburg. Und dann liest man bei so manchem Maklerangebot etwas von "inneren Werten". Also etwas, was eigentlich nichts taugt aber eben innere Werte hat.
    So mancher Mitbürger muss wohl irgendwie Endzeitstimmung haben. Anders kann ich mir so manche Maklererfolge nicht mehr erklären.
    er Bauträger wohnt vermutlich selber nicht an der Stadtautobahn und der betreffende Makler wohnt warscheinlich auch nicht in solch einem Haus mit "inneren Werten". Ist ja nur mal so zum Nachdenken.
    Tschüüüüs.
  • An "Ich (61)" Arbeitnehmer – 11.10.10
    Und ich (seit 15 Jahren berufstätig und mit festem Einkommen) suche vergeblich nach einer kleinen, bezahlbaren Wohnung und bekomme immer wieder gesagt "Wir vermieten nur an Studenten!".

  • Wohnraum Schreiberling – 11.10.10
    Marburg ist als Studentenstadt so atraktiv, da man sogar mit einer Fachhochschulreife hier so einiges studieren kann. Wäre das z. B. in Köln so hätten die 100.000 Studenten an der Uni. Wenn mehr gesiebt werden würde, wären mehr Wohnungen da.
  • Nie mehr Ich (61) – 11.10.10
    Meine Frau und ich haben jahrelang Zimmer an Studenten in unserem Eigenheim vermietet. Leider kann ich aus heutiger Sicht dazu nur sagen. Nie mehr wieder würde ich nur einen Quatratmeter Wohnraum an einen Studenten/-in vermieten. Und das geht vielen Eigenheimbesitzern so. Es fehlt also nicht an geeignetem Wohnraum, es fehlt am guten Benehmen so mancher Studenten. Wenn das besser wäre, wären auch mehr Menschen bereit, Wohnungen an SAtudenten zu vermieten.
    So, mehr habe ich dazu nicht zu sagen.
  • kleiner Tipp weigibabe – 11.10.10
    das Kongresszentrum baut die DVAG, also ein Privatunternehmen die das dann auch betreiben wird, das mit bezahlbarem Wohnraum ist ein Problem.. allerdings sehe ich auch das Studenten mittlerweile ziemlich anspruchsvoll sind un natürlich in der Kernstadt wohnen wollen.. anders kann ich kaum erklären das in meinem nachbarhaus im moment zwei wohnungen leerstehen un eine dritte demnächst freiwird für die es noch keinen nachmieter gibt.. aber das ist ja in Cölbe das ist am arsch der welt und man braucht so lange an die Uni ;) das zumindest war bisher der beste spruch dazu...
  • Ewiges Genörgel Gerlinde – 11.10.10
    Wenn des Bus voll ist muss man eben aussteigen. Was soll denn dieses ständige Genörgel wegen fehlenden Wohnraums eigentlich? Wenn in Hessen (endlich) mal Studiengebühren eingeführt würden, dann gäbe es in Marburg auch wieder genügend Wohnraum. Und da muss man sich eben vorher um Wohnraum kundig machen, bevor man sich für Marburg entscheidet. Aber nur Jammern und Klagen hilft wohl da nicht weiter.
  • Würde gerne vermieten Wir – 11.10.10
    Ich suche mit meiner Frau schon seit Jahren in Marburg nach einem kleinen Grundstück wo wir sehr gerne vier kleine Studentenapartements bauen und zu "bezahlbaren" Preisen vermieten würden. Aber in dieser Stadt baut man lieber Eigentumswohnungen für annähernd qm/3000,-- €. So was kann man doch nicht kaufen und für qm/8,-- € vermieten. Jedenfalls nicht mit verdientem und versteuertem Geld. Offenbar aber stehen genügend andere Gelder zur Verfügung. Ansonsten wäre es blöd, solche Wohnungen zu kaufen. Und da die Universität nun mal kein vorrübergehendes Phänomen ist verstehe ich nicht, warum gerade unsere doch so rot/grünen und sozialen Bürgermeister (und Ober-) nicht solchen Wohnraum bauen lassen.
    Und ich habe auch noch nirgendwo gelesen, dass Bürgern mit solchen Bauvorhaben in irgendeiner Weise geholfen würde. Also wird es weiterhin so bleiben in Marburg.
  • Wohnungen SR – 10.10.10
    Leute, ewig diese Nölerei! Macht ihr euch einen Sport daraus?
    Wenn Studierende die Preise des freien Marktes bezahlen könnten, würden auch entsprechende Wohnungen gebaut.
    Billiger Wohnraum? Früher gab's mal sowas wie sozialen Wohnungsbau und Neubau von Studentenwohnheimen. Das gab's deshalb, weil es von Bund und Land gefördert wurde, denn die für einfache Leute und Studierende bezahlbaren Mieten rechnen sich einfach nur mit hohen Zuschüssen. Und da geht es um viel Geld. Soll da auch schon wieder die Stadt für zuständig sein?
    Dann solltet ihr mal überlegen: ein neues Congresszentrum (egal, ob hinterher die Defizite auch noch von der Stadt getragen werden sollen), 40 Millionen. Neue Wohnheime und subventionierte Mietpreise inkl. Neubau: auch einige Milliönchen. Irgend jemand beklagte sich noch über den Zugverkehr - wo die Stadt übrigens schon einige Züge allein finanziert, weil Bahn und RMV das nicht übernehmen wollen, weil es sich nicht rentiert. Schulen..., die 6 Millionen, die jedes Jahr investiert werden (ohne Unterhaltung) sind doch sicherlich zu wenig... Wer macht die Liste weiter? Und wer bringt das Geld dann auf?
    Kann man künftig mal öfter erst denken statt sich in seinem Genöhle selbst zu gefallen?
  • An Mike Marc O. – 10.10.10
    Nicht Rot-Grün oder Schwarz-Gelb oder auch Lila-Braun baut Wohnungen, sondern Privatunternehmer. Dass Städte Wohnungen gebaut haben, war in der DDR so - Plattenbau hurra! ;-)
  • Wohnen Marc O. – 10.10.10
    Natürlich helfen auch die "unbezahlbaren Einzel-Appartements" dabei. Erstens sind sie im Vergleich auch nicht teurer als renovierte Altbauwohnungen und zweitens leben dort auch Studenten. Egal ob die nun mehr Geld haben als andere oder nicht - jedenfalls nehmen die dann nicht die "bezahlbaren" (sowieso Definitionssache) Wohnungen weg, in die dafür andere Studenten ziehen können.

    Die Mietpreise macht der Markt - und Marburg ist eben so attraktiv, dass viele Studenten her kommen, entsprechend steigen die Mieten (was aber in Gießen auf etwas niedrigerem Niveau nicht anders ist, wenngleich da sicher nicht die Stadt das attraktive ist).
  • Wie jedes Jahr Mike – 10.10.10
    Nicht nur die Grünen. Generell Rot-Grün kennt seit Jahren die Wohnraumproblematik bei Studenten. Was tun sie? Bauen rund um den Campus Eigentumswohnungen. Oh Mann...
    Naja, sie hatten jetzt mehrere Legislaturperioden Zeit. Ab März hat dann mal jemand anderes die Möglichkeit, sich dem Problem anzunehmen.
  • Wohn-Problematik Marburger – 10.10.10
    Jetzt bin ich mal auf die ersten Kommentare gespannt, die wieder wild über die Marburger Grünen herziehen, da diese das Thema ins Kommunalwahlprogramm aufgenommen haben...

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