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Nordstadt-Verkehr: SPD lobt Planänderung

Lärm Nordstadt-Verkehr: SPD lobt Planänderung

Die Entscheidung, die Elisabethstraße für alle Autos offen zu lassen sowie die Gegenverkehrs-Regelung in der Robert-Koch- und der Bunsenstraße, sorgen für eine Debatte.

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Am Montag beginnen die Markierungsarbeiten für Radstreifen in der Bunsen- und in der Robert-Koch-Straße. In der Deutschhausstraße wird schon gebaut.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. „Den Zweirichtungsverkehr sehe ich äußerst kritisch in seinen Auswirkungen auf andere Bereiche der Stadt. Ebenso befürchte ich, dass durch diese Maßnahme die Nordstadt nicht unbedingt entlastet wird“, sagt Joachim Brunnet (CDU), Mitglied des Verkehrsausschusses.

Der Verzicht auf die Verkehrsberuhigung der Elisabethstraße „ergänzt die Salamitaktik der Stadt-Koalition und dem Magistrat um eine weitere Scheibe“. Überrascht sei er von dieser Taktik nicht, „denn der Zweirichtungsverkehr zwischen Wehrdaer Weg und Robert-Koch-Straße wird auch kommen - aber erst dann, wenn sich die Leute beruhigt haben, die Regelung in der Robert-Koch-Straße sich verfestigt hat“. Dann folge der nächste Schritt - „zum Nachteil der Bürger“. Rot-Grün betreibe eine „geschickte und indirekte Behinderung und Vertreibung der Verkehre“.

Steffen Rink (SPD) sieht das anders, spricht von einer „behutsamen Umsetzung von Verkehrspolitik“. Dass die Elisabethstraße nicht wie ursprünglich geplant eine Umweltstraße wird, „zeigt, dass wir die im Bürgerbeteiligungsverfahren geäußerten Argumente ernst nehmen“. Er erwarte sich „insgesamt Verbesserungen, durch Verminderung des Verkehrs, weniger Lärm und auch für den Radverkehr“. Die Verkehrsentwicklung in der Nordstadt sei wie überall in der Innenstadt durch hohes Verkehrsaufkommen, räumliche Begrenzung und dadurch durch Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen gekennzeichnet.

Henning Köster (Linke) kritisiert, dass im Zuge der nun bekannten Verkehrsführungs-Reform der „zweite Schritt“ ausbleibe, sollte es keine „Sperrung der Elisabethstraße für Pkw-Verkehr“ geben.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass entgegen den seit mehr als zehn Jahren laufenden Planungen die Elisabethstraße - auf der nach Angaben der Stadtverwaltung täglich rund 13.000 Autos fahren - nicht verkehrsberuhigt oder zu einer Umweltzone wird.

Am Montag beginnen die Markierungsarbeiten, ab Ende August soll die neue Verkehrsführung gelten.

von Björn Wisker

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