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Nicht nur Profis können helfen

Familienpaten Nicht nur Profis können helfen

Begleitet von einer Rede des Bürgermeisters Dr. Franz Kahle (Grüne) und musikalischen Beiträgen, erhielten Familienpatinnen (und ein Pate) Zertifikate für ihr ehrenamtliches Engagement.

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Die Familienpatinnen freuen sich über viele Neuzugänge in diesem Jahr.

Quelle: Marie Rentergent

Marburg. Was macht ein Familienpate? Die Antwort auf diese Frage ließe sich ganz unterschiedlich beantworten, wie sich bei der Zertifikatübergabe im Historischen Rathaussaal an die ehrenamtlichen Helfer herausstellte. Egal ob Unterstützung bei sozialen Fragen, das Organisieren von Tauschbasaren, Hilfe bei Sprachproblemen oder einfach Austausch bei einer Tasse Kaffee - ein Familienpate hat sich dem Vermitteln von Erfahrung verschrieben.

Möglich ist dies in Marburg durch das Projekt „Bildungspartnerschaften“, das sich anfangs auf den Stadtteil Richtsberg beschränkte. Es ist seit seiner Entstehung im Jahr 2007 stetig gewachsen und mittlerweile auch in den Stadtteilen Stadtwald, Waldtal und Wehrda vertreten.

Bürgermeister Dr. Kahle überreichte die Zertifikate als Dank und Anerkennung. Er drückte dabei seine Freude darüber aus, dass es mittlerweile so viele Helferinnen gibt, die Spaß daran haben, ihren Erfahrungsschatz weiterzugeben, denn „diese Idee kann nur dann funktionieren, wenn sie auf fruchtbaren Boden fällt“.

Kahle hob hervor, dass dieses Projekt es Familien ermöglicht, nicht nur über das städtische Gemeinwesen Hilfe zu bekommen, sondern ganz unmittelbar von dem Wissen anderer zu profitieren.

Dies sei beispielsweise von großer Bedeutung bei Familien mit Migrationshintergrund, die möglicherweise noch Probleme mit der deutschen Sprache haben oder nicht bei jeder kleinen Frage örtliche Behörden aufsuchen wollen.

Auch Peter Schmittdiel vom Jugendamt freute sich über die zahlreichen Zertifikatempfänger und lobte ihre Arbeit: „Zugänge in die Gesellschaft zu schaffen - das ist eine Aufgabe, die unersetzbar und nicht nur durch Profis zu leisten ist.“ Auch für die Arbeit im Hintergrund des Projekts durch die Koordinatorinnen sprach er seinen Dank aus.

Christina Gerdes informierte über die Arbeit der Evangelischen Familienbildungsstätte bei „Bildungspartnerschaften“: Diese veranstalte regelmäßig Fortbildungen für die Familienpatinnen zu pädagogischen Themen wie Kleinkindentwicklung und Spracherwerb, aber auch über Bereiche wie Kommunikation mit Kita und Schule oder das Abbauen interkultureller Hemmungen. „Von diesen fachlichen Qualifikationen können natürlich Familien und die Gesellschaft, aber auch Sie selbst beruflich profitieren“, sagte die Fachbereichsleiterin zu den Anwesenden.

Die Verleihung wurde von einer Kooperation der Schülerorchester aus der Sophie-von-Brabant-Schule und dem TSV Ockershausen musikalisch umrahmt. Unter der Leitung von Benjamin Voß ernteten die Schüler aus vorwiegend dem siebten und achten Jahrgang vor allem mit dem Stück „Skyfall“ von Adele aus dem „James-Bond“-Soundtrack Applaus.

von Marie Rentergent

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