Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Neun Projekte für eine grüne Zukunft

Partei stimmt ab Neun Projekte für eine grüne Zukunft

Bundesweit haben die Grünen am Wochenende über die Top-Wahlkampfthemen für die Bundestagswahl abgestimmt. Beim heimischen Kreisverband gaben am Samstagnachmittag rund 35 Mitglieder mithilfe eines Stimmzettels ihr Votum ab.

Voriger Artikel
Wechsel an der Hochwasserfront
Nächster Artikel
Feuer und Flamme treffen Regen und Blitz

Energiewende, Gerechtigkeit, moderne Gesellschaft: Die heimischen Grünen stimmten beim Bundesentscheid für die Top-Wahlkampfthemen mit ab.

Quelle: Carina Becker

Marburg. Dabei standen 58 Ziele aus dem Feldern „Energiewende und Ökologie“, „Gerechtigkeit, Soziales, Arbeit, Kultur und Bildung“ sowie moderne Gesellschaft mit den Unterthemen „Menschen- und Bürgerrechte, Internationales und Transparenz“ zur Wahl.

Am Mittwoch dieser Woche soll klar sein, was die Partei in eventuellen Koalitionsgesprächen nach oben auf die Agenda setzt - um dies mit den Stimmen von der Basis festzulegen, durfte jedes Mitglied neun Stimmen, immer maximal drei in einem der drei Themenfelder, sowie eine Zusatzstimme abgeben. In Marburg berieten die Grünen zunächst über die einzelnen Ziele, die dann nicht nur die Top-Wahlkampfthemen der Grünen sein sollen, sondern auch das, was die Partei nach der Wahl im Falle einer Regierungsbeteiligung als erstes angehen will.

Von Klimaschutz bis artgerechte Tierhaltung

Folgende Ziele haben der Auswertung der heimischen Grünen nach die Priorität (geordnet nach absteigender Stimmenzahl): 100 Prozent erneuerbare Energien - für eine faire Energiewende in Bürgerhand; Einbürgerung erleichtern - Rechte von Asylbewerbern stärken; Anwohner von Verkehrslärm schützen - Fluglärm begrenzen, Lärmschutz ausbauen; Betreuungsgeld abschaffen - gute Kita-Plätze besser ausbauen; Bezahlbares Wohnen ermöglichen - soziales Mietrecht, gemeinwohlorientierten Wohnungsbau und energetische Modernisierung zusammendenken; Kommunalfinanzen stärken - Unterstützung durch den Bund bei den Kosten der Unterkunft; Bahn attraktiver machen - Nahverkehr ausbauen, Gewinne in die Schienen investieren; Klimaschutz verlässlich machen - ein Klimaschutzgesetz verabschieden; Niedriglöhne abschaffen - einen allgemeinen Mindestlohn einführen; Massentierhaltung beenden - ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Haltung.

Vom Ergebnis lagen die einzelnen Punkte laut Matthias Knoche, heimischer Bundestagskandidat der Grünen, nah beieinander - mit Ausnahme des Energiewende-Ziels, das mit Abstand die meisten Stimmen bekam. Knoche selbst hatte sich in der Versammlung für das Thema bezahlbaren Wohnraum stark gemacht. Die Marburger Landtagsabgeordnete und hessische Grünen-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Angela Dorn, hatte für die Themen Energiewende, Klimaschutzgesetz und Lärmschutz geworben.

von Carina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr