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Neuer Uni-Vize will Katalysator sein

Professor Ulrich Koert Neuer Uni-Vize will Katalysator sein

Der Chemie-Professor Ulrich Koert wurde gestern zum neuen Uni-Vizepräsidenten für das Ressort "Forschung/Internationales" gewählt.

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Die beiden Uni-Vizepräsidenten (von links) Professor Harald Lachnit und Professor Joachim Schachtner freuen sich über ihren neuen „Kollegen“ im Präsidium, Professor Ulrich Koert, und verabschiedeten Professor Frank Bremmer.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nach einem Wahlgang gab es Blumen von der Präsidentin für den neuen „Vize“: Professor Ulrich Koert erhielt 18 Ja-Stimmen von 24 abgegebenen Stimmen. Fünf Wahlberechtigte stimmten mit Nein und es gab eine Enthaltung. Das Ergebnis war allerdings knapper, als es den Anschein hat. Denn ­Koert hatte mindestens 18 Ja-Stimmen benötigt, also die Mehrheit aller 34 Wahlberechtigten. Zehn Wahlberechtigten waren jedoch wohl auch aufgrund der Semesterferien nicht zu der Wahl in die Alte Aula der Universität erschienen.

Koert hatte vor der Wahl noch einmal erläutert, wieso er den Posten des für Forschung, Nachwuchsförderung und Internationale zuständigen Vizepräsidenten für die kommenden drei Jahre kandidiert. „Ich möchte die Forschungsinteressen aller Wissenschaftler an der Universität vertreten“, machte Koert deutlich. Dieses Ansinnen gelte sowohl für die Geisteswissenschaftler als auch für die Naturwissenschaftler, erklärte der Chemie-Professor. Auch die Internationalisierung der Philipps-Universität liegt ihm am Herzen. „Wir wollen die besten ausländischen Studierenden für die Universität gewinnen“, erläuterte Koert.

Amtsperiode beginnt am 15. April

Koert sieht in Analogie zu seinem Fachgebiet Chemie seine künftige Rolle im Uni-Präsidium als eine Art Katalysator, der anstelle von chemischen Reaktionen universitäre Prozesse besser in Gang bringt. „Der Wechsel aus dem Senat in das Präsidium wäre auch ein Perspektivenwechsel“, meinte Koert zudem.

Koert wird wie seine beiden Amtskollegen Professor Joachim Schachtner (Ressort Informations- und Qualitätsmanagement) und Professor Harald Lachnit (Ressort Studium und Lehre) mit drei Viertel seiner Arbeitszeit im Präsidium tätig sein, um noch Zeit für Forschung und Lehre zu haben. Seine Amtsperiode beginnt am 15. April. Koert tritt die Nachfolge des Physik-Professors Frank Bremmer an, der drei Jahre lang einer der drei Vizepräsidenten im von Uni-Präsidentin Katharina Krause geleiteten Präsidium war. Bremmer verabschiedete sich in der an die Wahl anschließenden Senatssitzung offiziell von den Senatoren. Dabei hatte er noch eine Art „Ausstandsgeschenk“, wie er erläuterte.

„Ausstandsgeschenk“von Professor Bremmer

In einem Wettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) habe sich das Dezernat „Internationales“ erfolgreich um Fördermittel für den Austausch mit zwei chinesischen Hochschulen in Höhe von rund einer Million Euro für die kommenden vier Jahre beworben. Das Programm „Strategische Partnerschaften und Thematische Netzwerke“ des DAAD fördert nun das Projekt „Tradition - Vertrauen - Zukunft“.Aus einer Reihe von sechs chinesischen Partnerhochschulen wurden die „Zhejiang Daxue“ in Hangzhou und die „Tongji Daxue“ in Shanghai ausgewählt, die beide zu den Elite-Universitäten ihres Landes zählen.Der Austausch von Studenten und Dozenten mit den beiden chinesischen Hochschulen soll mit Hilfe der Fördergelder intensiviert werden, kündigte Bremmer an.

Unter anderem um diese Aufgabe kann sich sein Nachfolger Professor Koert in den kommenden Monaten kümmern.

von Manfred Hitzeroth

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