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Neuer Standort für Firma Gundlach

Familienunternehmen Neuer Standort für Firma Gundlach

Die fünfte Generation übernimmt: Frank Gundlach wird das Familienunternehmen fortführen. Die Firma wird allerdings bald ihren Stammsitz im Südviertel aufgeben.

Marburg. Als die Firma Elektrobau Gundlach 1928 gegründet wurde, reichte das Wohn- und Geschäftshaus im Marburger Südviertel für den Familienbetrieb vollkommen aus. Heute zählt das Unternehmen zu den größten Anbietern im Bereich der Elektro- und Automatisierungstechnik in der Region. Gundlachs haben inzwischen rund 100 Mitarbeiter - und immer mehr Werkzeuge und Maschinen, die Platz brauchen.

Das Areal mitten im Wohngebiet in der Haspelstraße reicht für die Firma daher schon lange nicht mehr aus, erklärt Frank Gundlach, Geschäftsführer des Familienunternehmens. Auch störe der Lieferverkehr die Anwohner. „Der logische Schritt war, das Unternehmen aus dem Südviertel zu verlagern“, so Frank Gundlach.

Seniorchef übergibtan den Sohn

Daher hat die Firma im Gewerbegebiet Cappel, in der Straße „Zu den Sandbeeten“, ein Grundstück mit einer Größe von 7500 Quadratmetern erworben. Innerhalb dieser Grenzen entsteht in den nächsten Monaten der neue Standort des Unternehmens. Im ersten Schritt wurden bereits die Materialien, Werkzeuge und Autos an den neuen Standort verlagert. Dort befindet sich die neue Montage- und Lagerhalle.

Die Planungen für neue Gebäude beginnen im Herbst.Bisher hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 800000 Euro in Cappel investiert. Weitere Baukosten stehen an.

Der Umzug soll nach und nach im nächsten Jahr erfolgen, erklärt Udo Gundlach, der Senior-Chef des Unternehmens. Sobald der Umzug abgeschlossen ist, will sich Udo Gundlach (59) aus dem Familienunternehmen zurückziehen und seinem 34-jährigen Sohn das Geschäft überlassen. „Die fünfte Generation übernimmt dann“, so Frank Gundlach. Vater und Sohn sind Diplom-Ingenieure. Die meisten ihrer Mitarbeiter sind Elektroinstallateure.

Und diese waren am Freitag auf dem neuen Firmengelände erstmals im Einsatz. Vater und Sohn Gundlach hatten dort eine Betriebsveranstaltung organisiert: Die Mitarbeiter sollten sich in Sachen Arbeitssicherheit fortbilden. Und zwar aktiv. Im Umgang mit Hubarbeitsbühnen, Feuerlöschern und Gefahrenstoffen ließen sich die Handwerker von Experten schulen. So stiegen sie in luftige Höhe, um das Abseilen zu trainieren, oder lernten, Schutzgurte anzuziehen.

Wenn zum Beispiel ein Schaltschränkchen an einer Hauswand aufgehängt werden muss oder eine Beleuchtungsanlage, dann muss auch ein Elektroinstallateur in die Höhe steigen. „Man darf den Respekt vor der Gefahr niemals verlieren, sonst kann man sie nicht einschätzen“, sagt Klaus Ammenhäuser, der seit 32 Jahren bei der Firma Gundlach arbeitet. Der Tag der Arbeitssicherheit klang mit einem Sommerfest aus - das gleichzeitig das Einweihungsfest war.

von Anna Ntemiris

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