Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Neuer Rekord: 26 500 Studierende in Marburg

Semesterstart Neuer Rekord: 26 500 Studierende in Marburg

Mit noch einmal 800 Studierenden mehr als im vergangenen Jahr ist an der Philipps-Universität zum Beginn des Wintersemesters zu rechnen.

Voriger Artikel
Auto rast in Hecke:Fahrer verletzt
Nächster Artikel
Protest gegen IS-Terror und Türkei-Politik

Vor der Mensa tummelten sich heute viele alte und neue Studenten.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der „Studentenberg“, wie er im Jargon der Hochschulpolitik genannt wird, wächst auch an der Philipps-Universität noch weiter in die Höhe. Nach der Rekordzahl von 25700 steuert die Uni mit geschätzten 26500 Studierenden auf ein neues „Allzeithoch“ zu.

Dabei ist die Zahl der Erstsemester eigentlich geringer als im vergangenen Wintersemester, erläutert Uni-Vizepräsident Professor Harald Lachnit der OP. Die Zahl der Erst- und Neueinschreibungen lag damals mit 6910 um 20 Prozent höher als in den Vorjahren.

Wie die Erstsemester ihre Woche verbracht haben, zeigt dieses Video:






 
 
 
 
 
 
 
 
 


In diesem Semester werden es wohl nur 5950 sein, schätzt Lachnit. Darunter werden in diesem Jahr nach den Schätzungen mehr als 3100 „echte“ Studienanfänger sein, die sich für ihr erstes Hochschulsemester einschreiben. Auch diese Zahl liegt um rund 1000 geringer als im Vorjahr.

Dass trotz des realen Rückgangs bei den Neuankömmlingen die Studierendenzahl noch einmal deutlich steigt, führt Lachnit vor allem auf zwei Effekte zurück. Es gibt sehr viel weniger Studienabbrecher. Und die aktuellen Studienabgänger kommen noch aus Jahrgängen, die zahlenmäßig bei weitem nicht so stark waren wie die Studienjahrgänge in den vergangenen zwei Jahren.

"Wir sind gerüstet"

„Wir sind dafür gerüstet“, kommentierte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause auf Anfrage der OP den erneuten Anstieg bei den Studierendenzahlen. Dieser entspreche der Anfang des Jahres erstellten Prognose. Krause hofft, dass die Fachbereiche nicht so viel zusätzliche Unterstützung für den Studienalltag benötigen wie noch im Vorjahr.

Jedes Jahr vermeldet die Philipps-Universität neue Rekordzahlen. Doch wo liegt die Obergrenze bei der Kapazität? „Die Obergrenze ist längst überschritten. Wir fahren seit Jahren eine Überlast, das ist nicht der Normalzustand“, findet die Uni-Präsidentin deutliche Worte. Mit der derzeitig geschätzten Gesamtzahl von 26500 Studierenden sei das Idealbild einer Hochschule mit einem guten Betreuungsverhältnis in der Lehre nicht zu erreichen, macht Krause klar. Dafür wäre eine Zahl rund um 20000 Studierende eher sinnvoll, so die Präsidentin.

Zwar stellten die vielen Studierenden auf jeden Fall einen belebenden Faktor für Uni und Stadt dar. Jedoch gebe es eine weitere „Verengung“ auf dem Wohnungsmarkt in Marburg und Umgebung und in der städtischen Infrastruktur. Zudem bleibe die Arbeitslast bei allen Beschäftigten der Universität aufgrund der hohen Studierendenzahlen weiter sehr hoch. Das gelte beispielsweise für die große Zahl der Prüfungen. Zudem sei auch die Uni-Bibliothek überfüllt.

Trotz dieser „Überlast“ will das Uni-Präsidium nicht bewusst mit lokalen Zulassungsbeschränkungen gegensteuern. Der Ansturm auf die Marburger Universität entspricht auch allgemein dem Run auf die Hochschulen im bundesweiten Trend. Auch die Uni Marburg wolle deswegen Verantwortung übernehmen für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der universitären Ausbildung, erklärt Krause.

Studium Generale und zwei Preise

In diesem Semester steht im Mittelpunkt beim „Studium generale“ das Thema „Wissenschaftliche Sammlungen“. Die öffentliche Vorlesungsreihe der Uni (immer mittwochs ab 20.15 Uhr im Marburger Audimax im Uni-Hörsaalgebäude, Biegenstraße) richtet sich nicht nur an Studierende, sondern an die gesamte Bevölkerung (Vorbericht folgt).

Gleich zweimal werden hochkarätige Preise der Philipps-Universität verliehen. Die Germanistin und Autorin Professorin Ruth Klüger wird am 31. Oktober mt dem Brüder-Grimm-Preis ausgezeichnet. Am 4. November wird Professor Stewart T. Cole (Lausanne). mit dem Emil-von-Behring-Preis ausgezeichnet. Beide Preise werden in der Aula der Alten Universität vergeben.

von Manfred Hitzeroth

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr