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Neuer Online-Dienst verrät den Immobilienwert

Bodenmanagement Neuer Online-Dienst verrät den Immobilienwert

Was ist mein Einfamilienhaus wert? Für wie viel Geld kann ich meine Eigentumswohnung verkaufen und wie steht es um den Preis für eine Doppelhaushälfte?

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Haus oder Eigentumswohnung zu verkaufen? Eigentümer können sich mithilfe des neuen Immo­bilien-Preis-Kalkulators im Internet Auskünfte zu den Werten ihrer Immobilie holen.Archivfotos

Quelle: Picasa

Marburg. Antworten auf diese Fragen gibt es auf der Internet­seite der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (www.gds.hessen.de). Dort findet sich der neue Immobilien-Preis-Kalkulator (IPK) Hessen, über den man in wenigen Schritten zur gewünschten Information gelangt. „Er ist für jedermann zu jeder Zeit zugänglich“, erläutert Gerhard Lips, Leiter des Amts für Bodenmanagement Marburg.

Eingegeben werden müssen die Adresse der Immobilie, der Immobilientyp, das Baujahr und die Wohnfläche. Berechnet wird ein mittleres Preisniveau für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen. „Letztere dürfen allerdings keine Neubauten sein“, so Lips. Einschränkungen gibt es auch beim Alter der Immobilie. Diese müsse zwischen 1950 und 2014 erbaut worden sein. Sofern es sich um ein älteres Objekt handele, das umfangreich saniert worden sei, könne ein fiktives Baujahr eingegeben werden. Wie sich das berechnet, findet sich ebenfalls auf der entsprechenden Internetseite.

Die Eingaben, das Ergebnis und ein Auszug aus der Bodenrichtwertkarte werden als pdf-Datei per Mail zugesendet oder zum Herunterladen bereitgestellt. Die Gebühr beträgt 40 Euro. „Vielfachnutzer können auch einen einmaligen Grundpreis von 80 Euro zahlen und für jeden erfragten Immobilienwert 10 Euro“, erklärt Peter Moos, Fachbereichsleiter für Immobilienwertermittlung. Im Vergleich zu einem Originalgutachten, das 1000 oder 2000 Euro kosten würde, sei dies wenig Geld, so Lips. Die Berechnung mit dem Immobilien-Preis-Kalkulator erfolgt auf Grundlage von notariell beurkundeten Immobilienverträgen. Sie wurden von den Gutachterausschüssen für Immobilienwerte ausgewertet.

„Die Werte sind genauer als die eines Gutachtens vom Ortsgericht“, sagt Lips. Der IPK gilt für ganz Hessen, funktioniert aber noch nicht bei Eigentumswohnungen in Wiesbaden, weil die Datengrundlage fehlt.

Neu ist auch der Mietwertkalkulator (Mika), der zwar online noch nicht freigeschaltet, aber als Excelanwendung zum Preis von 50 Euro beim Amt für Bodenmanagement erhältlich ist. Mit dem Mika können Bürger erfahren, mit welchen Mieteinnahmen sie rechnen können beziehungsweise ob die Miete, die sie zahlen, dem üblichen Markt entspricht. „Mika schließt eine Marktlücke, da es weder im Landkreis Marburg-Biedenkopf einen Mietspiegel gibt noch im Kreis Gießen oder Lahn-Dill-Kreis“, erklärt Lips. Zwar könnten die Angaben des Mika nicht mit einem gesetzlichen Mietspiegel gleichgesetzt werden, doch seien die ermittelten Nettokaltmieten für Mieter und Vermieter eine gute Orientierungshilfe. Wer keine Excelanwendung hat, kann dem Amt für Bodenmanagement seine Daten zukommen lassen. „Wir erstellen dann für 20 Euro einen Ausdruck“, so Peter Moos. Voraussichtlich Ende des Jahres werde Mika online freigeschaltet.

von Heike Horst

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