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Neuer Geist in alten Mauern

Umbau-Start Neuer Geist in alten Mauern

Am Donnerstag startete der Umbau der früheren HNO-Klinik, in die ab Sommer 2014 geisteswissenschaftliche Institute einziehen sollen.

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Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause (rechts) und Dekanin Professorin Ursula Birsl vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, überzeugten sich bei einem Rundgang vom Zustand der früheren HNO-Klinik. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für 3,5 Millionen Euro aus Geldern von Bund und Ländern im Rahmen des Hochschulpakts 2020 wird das Innere des aus dem Jahr 1927 stammenden unter Denkmalschutz stehenden früheren Kliniksbaus umgerüstet und für die Zwecke der Europäischen Ethnologie und der Kultur- und Sozialanthropologie (früher Völkerkunde) umgebaut.

Die Universitätsleitung hatte lange mit dem Start des Umbaus gezögert. Denn im Sommer 2014, wenn die beiden Institute in die frühere Hals-, Nasen-, Ohrenklinik umziehen sollen, wird direkt vor dem Gebäude der Neubau der Uni-Bibliothek noch im vollen Gange sein. „Das ist dann natürlich eine Zumutung für die Nutzer“, betonte die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. Letztlich habe der Druck auf den Raumbedarf aufgrund der höheren Studierendenzahlen dazu geführt, jetzt mit dem Umbau zu beginnen.

Mit einer feierlichen Bauschild-Enthüllung begann gestern Nachmittag ganz offiziell der Umbau. Darüber freute sich auch Professorin Ursula Birsl, die Dekanin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, dem die beiden Institute angehören, die in der früheren Uni-Klinik ihr neues Zuhause finden sollen. Auch das Fach Religionswissenschaften soll in der früheren Klinik ein zusätzliches Büro erhalten. Bereits vor einigen Monaten waren Sprachwissenschaftler in den Anbau, das ehemalige Bettenhaus, umgezogen.

Die Dekanin und die Präsidentin unternahmen mit Vertretern der betroffenen Fächer sowie der Uni-Bauverwaltung nach der Schild-Enthüllung einen Rundgang durch das Gebäude. Dort weisen noch mehrere Hinweisschilder auf die ursprüngliche Verwendung des Gebäudes hin. Die Spezialgeräte aus den Operationssälen und den Krankenhauszimmern sowie das Mobiliar waren bereits beim Umzug der HNO-Klinik auf die Lahnberge im Jahr 2011 ausgebaut worden. Dennoch besteht noch ein erheblicher Umbaubedarf. Um das Gebäude den neuen Nutzern anzupassen, sollen kleinteilige Büro- und Besprechungsräume sowie großzügig bemessene Seminarräume entstehen. Weiterhin genutzt werden kann jedoch der Hörsaal im Obergeschoss mit einer Kapazität von rund 100 Sitzplätzen, der aus der Bauzeit stammt und noch mit einer originalen Kassettendecke ausgestattet ist. Außen soll es beim Umbau keine Veränderungen geben - mit Ausnahme der Anlage eines neuen ebenerdigen Haupteingangs auf der Hofseite, der das Gebäude künftig barrierefrei erschließen soll.

von Manfred Hitzeroth

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