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Neuer Geburtenrekord im Uniklinikum

Baby-Boom Neuer Geburtenrekord im Uniklinikum

Mit einem Buggy und einem großen Teddy für den Bruder als Geschenke begrüßte die Geburtshilfe des Uniklinikums das 1400. dort in diesem Jahr geborene Baby.

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Einen Buggy und einen Teddy gab es für die Familie des 1 400. Babys. Von links: Dr. Siegmund Köhler, Leitender Arzt der Geburtshilfe, Alexander März Junior, Alexander März, Ina und Katharina März, Karin Döring von der Stationsleitung und Hebamme Lena Baum.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Der leitende Arzt Dr. Siegmund Köhler und Geschäftsführer Dr. Gunther Weiß sehen in der Rekordzahl einen Vertrauensbeweis. Die jungen Eltern sgaten: „Es geht uns gut, man kümmert sich gut um uns. Die Hebammen sind sehr hilfsbereit und immer schnell da“, erklärte Katharina März, als ihr Dr. Köhler einen Buggy mit einem großen Teddybär darin ins Zimmer brachte.

Am 17. Dezember hatte sie per Kaiserschnitt Tochter Ina zur Welt gebracht. Eine normale Entbindung war nicht möglich gewesen, da ihr erstes Kind bereits per Kaiserschnitt, damals in Schwalmstadt, zur Welt gekommen war und sich dadurch Narben am Muttermund gebildet hatten, erläuterte Dr. Köhler. Der jetzt fast dreijährige Sohn Alexander schloss den großen Teddy in die Arme. Familie März wohnt jetzt in Kirchhain, Papa Alexander studiert selbst Medizin im fünften Semester. „Meine Kusine hatte hier entbunden und uns empfohlen, hierher zu gehen“, berichtete er.

Mit 1400 wurde die bisherige Höchstmarke von 1 380 Geburten im Jahre 2010 bereits vor Jahresende übertroffen. Bis zum 30. Dezember, 11 Uhr, kam es am Uniklinikum Marburg zu insgesamt 1450 Geburten, sagte UKGM-Pressesprecher Frank Steibli auf OP-Nachfrage. „Wir erleben immer wieder, dass eine Frau einen Wunsch zur Geburt hat, aber nicht den Mut, ihn an uns heranzutragen“, sagte Dr. Köhler.

Sprechstunden und Elterinformationsabende

Um dem zu begegnen, sei ein niedrigschwelliges Beratungsangebot wichtig. Dazu gehören die Sprechstunde dienstags und donnerstags von 9 bis 15 Uhr, bei der man Fragen rund um die Geburt klären kann, sowie die an jedem ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr im Mutter-Kind-Zentrum angebotenen Elterninformationsabende. Es werde Wert gelegt auf enge Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Hebammen und Geburtshäusern in der Region, die sich bei Problemen an das UKGM als einzigen Anbieter von Risikogeburtshilfe im Landkreis wenden.

„Wir sehen uns überhaupt nicht als alternativlos, sondern als Teil eines Netzwerkes“, unterstrich Dr. Weiß. Dr. Köhler ergänzte: „Die außerklinische Geburtshilfe ist wegen der Versicherungsbeiträge für Hebammen und politischer Umtriebe stark gefährdet. Wir unterstützen den Erhalt dieses Netzwerks zum Wohle der Schwangeren.“ Köhler und Weiß betonten angesichts der steigenden Geburtenzahlen und kritischer Äußerungen zu den beiden nahe gelegenen Unikliniken, dass das Perinatalzentrum in Marburg auf jeden Fall erhalten bleiben soll. „Wir sehen uns als zwei eigenständige Kliniken unter gemeinsamer Dachmarke“, sagte Weiß.

  • Im Diakoniekrankenhaus Wehrda gab es 2014 bis zum Tag vor Silvester 487 Geburten. Das sind nach Auskunft der diensthabenden Hebamme 155 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

von Manfred Schubert

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