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Neue Therapie für Hautkrankheit

Von-Behring-Röntgen-Symposium Neue Therapie für Hautkrankheit

Ab Freitag findet das zweite Von-Behring-Röntgen-Symposium in Marburg statt: Rund 100 Spezialisten diskutieren über die schwere Hautkrankheit Pemphigus.

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Professor Michael Hertl (links) und Dr. Rüdiger Eming sind Spezialisten der Marburger Uni-Hautklinik für die seltene Hauterkrankung „Pemphigus“.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Der Marburger Hautmediziner Professor Michael Hertl ist der Mitveranstalter der internationalen Tagung, die von der Von-Behring-Röntgen-Stiftung mit Sitz in Marburg finanziert wird.

In der Alten Aula der Marburger Universität stehen am Freitag und Samstag alle Aspekte einer schweren Autoimmunerkrankung der Haut im Mittelpunkt: der Pemphigus, eine seltene, aber sehr schwere Hauterkrankung. Bei dieser Hautkrankheit entstehen durch Antikörper, die sich gegen Haftstrukturen der Haut richten, Blasen an der Haut und an Schleimhäuten, die bei Nichtbehandlung zum Tod führen können.

Wie schlimm sich diese Erkrankung auf die Lebensqualität auswirken kann, erläuterte im Gespräch mit der OP die Pemphigus-Patientin Manuela S. (50) aus einem Ort in der Nähe von Kassel, die wegen ihrer Krankheit vier Monate lang in der Marburger Uni-Hautklinik behandelt wurde. „Mein ganzer Körper war offen vom Hals ab bis nach unten. Alles war blutig und die Hautschichten haben sich abgelöst“, erzählt sie. Besonders schwierig habe sich beispielsweise der Verbandswechsel gestaltet.

Im vergangenen Jahr war die Krankheit bei der Frau ausgebrochen. Sie beobachtete zunächst Pickel am´ganzen Körper. Zunächst war „Gürtelrose“ die Diagnose , nach der Diagnose der „Pemphigus“-Erkrankung wurde sie zunächst in Kassel im Krankenhaus behandelt. Dann folgte die Überweisung an die Uni-Hautklinik nach Marburg, die von Professor Hertl geleitet wird. Die Marburger Hautmediziner sind Spezialisten für diese Hauterkrankung.

„Der Heilungsprozess war schmerzlich, Aber jetzt geht es mir viel besser“, sagte die Patientin im Gespräch mit der OP. Die unter der Federführung der Marburger Hautklinik und der Hautklinik in Lübeck stehende Studie soll dazu dienen, das neue Heilungsverfahren genau zu beurteilen. damit es in der Zukunft auch von den Krankenkassen für Patienten mit schweren „Pemphigus“-Krankheiten übernommen werden könnte. In drei Jahren soll die Studie abgeschlossen sein.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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