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Neue Seilschaften für die Kletterhalle

Waggonhalle Neue Seilschaften für die Kletterhalle

Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau der Kletterhalle auf dem Waggonhallengelände begonnen werden. Das Projekt kostet 1,45 Millionen Euro.

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So soll die neue Kletterhalle auf dem Waggonhallengelände von außen aussehen. Grafik: Nikolaus Zieske

Quelle: Nikolaus Zieske

Marburg. Läuft alles nach Plan, kann ab Herbst nächsten Jahres in der ehemaligen Reithalle der Universität geklettert werden.

„Seit fünf Jahren versuchen wir, den Traum einer Kletterhalle zu realisieren“, sagte Lars Opgenoorth von der Sektion Marburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) gestern bei einem Pressegespräch über die neuesten Entwicklungen.

Nun scheint sich der Traum zu erfüllen. Der DAV Dachverband in München habe für das Vorhaben grünes Licht gegeben und eine Förderung zugesagt, berichtete Armin Schwiderski, Vorsitzender des Marburger Alpenvereins. „Allerdings erhielten wir auch Auflagen“, so Schwiderski. So soll die Sektion Marburg 10 Prozent an Eigenkapital stellen. Das sei eine große Hürde gewesen, die nun dank des Sponsors Volksbank Mittelhessen genommen wurde, berichtete der Vorsitzende.

Der Sponsorvertrag zwischen Volksbank und Alpenverein läuft über 15 Jahre. Pro Jahr stellt die Bank 10000 Euro bereit.

Begeisterung und Unterstützung für Projekt

„Ich war von dem Vorhaben sofort begeistert“, sagte Dr. Peter Hanker Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen. „Die Vereinsziele des Alpenvereins sind gut, Klettern entwickelt sich zum Volkssport und ist gesund, und auch der Standort ist gut.“

Auch die Stadt steht hinter dem Vorhaben. Sie unterstützt das Projekt mit 600000 Euro. Davon fließen 300000 Euro aus Sanierungsmitteln, die zu jeweils einem Drittel vom Bund, Land und Kommune kommen. Die weiteren 300000 Euro sind Sportfördermittel.

Nachfrage nach Klettern ist groß

Laut Oberbürgermeister Egon Vaupel habe die Stadt nicht nur an das Projekt geglaubt, sondern vor allem an die Menschen, die dahinterstehen. Diese seien mit viel Herzblut an die Sache gegangen.

Die Nachfrage nach einer Kletterhalle ist laut Vaupel groß und die Stadt werde auch Partner des Alpenvereins sein, wenn die Halle in Betrieb sei. „Sie soll von möglichst vielen Kindern und Jugendlichen genutzt werden“, so Vaupel.

Kulturamtsleiter Dr. Richard Laufner hofft, dass Theaterbesucher der Waggonhalle auch Besucher der Kletterhalle werden und umgekehrt.

Der Bauantrag zur Errichtung der Kletterhalle ist in der „Endphase der Bearbeitung“, sagte Vaupel. Und Armin Schwiderski kündigte an, dass der Spatenstich noch in diesem Jahr erfolge. Denn auch das sei eine Auflage des Dachverbands gewesen. Der Alpenvereins-Vorsitzende rechnet mit einer Bauzeit von einem Dreivierteljahr.

Das Gebäude hat eine Gesamtfläche von 400 Quadratmeter. Kletterwände sollen sowohl innen als auch außen errichtet werden und auch Boulderwände sind geplant. Bouldern ist Klettern ohne Absicherung durch Seil oder Gurt und ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. „Damit erreichen wir noch einmal eine separate Zielgruppe“, sagt Armin Schwiderski.

Das Kletterzentrum soll allen offen stehen, unabhängig von einer Mitgliedschaft im DAV.Geplant sind Angebote für Anfänger ebenso wie speziell für Schulen, therapeutisches Klettern für Menschen mit Behinderung und erlebbnispädagogische Förderkurse für Kinder und Jugendliche aus sozialen Brennpunkten.

von Heike Horst

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