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Neue Plattform für Parkinson-Studien

Uni-Klinikum Neue Plattform für Parkinson-Studien

Die "Michael J. Fox Foundation" aus den USA plant eine Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetz Parkinson des Marburger Uni-Klinikums: Eine Plattform für klinische Studien soll ins ­Leben gerufen werden.

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Professor Wolfgang Oertel (rechts) und Lily Cappelletti (von links), Evelyn Mahla, Sohini Chowdbury und Silvia Jung besuchen auf der Parkinson-Station Patientin Ingrid Poock.Foto: Hitzeroth

Marburg. von Manfred Hitzeroth

Marburg. Zwei Mitarbeiterinnen der Stiftung des an der Parkinson-Krankheit leidenden Hollywood-Stars Michael J. Fox besuchten Anfang der Woche die neurologische Klinik des Uni-Klinikums auf den Lahnbergen. Dabei ging es um Verhandlungen mit Klinikchef Professor Wolfgang Oertel, um eine Zusammenarbeit ins Laufen zu bringen. Marburg soll der einzige deutsche Standort sein, an dem das bisher nur in den USA und fünf weiteren englischsprachigen Ländern erprobte Projekt einer Plattform für klinische Studien aufgebaut werden soll. „Wir haben Marburg für eine Zusammenarbeit ausgesucht, weil Oertel eine international anerkannte hohe Reputation auf dem Feld der Parkinson-Forschung hat“, erklärt Sohini Chowdury, Mitarbeiterin der „Michael J. Fox Foundation“.

Die Plattform für klinische Studien funktioniert folgendermaßen: Ärzte hinterlegen dort ihre Studien. Patienten, die an Parkinson erkrankt sind und an klinischen Studien interessiert sind, können dort ebenfalls ihre Daten hinterlegen. Damit soll erreicht werden, dass Parkinson-Studien schneller abgeschlossen werden und dann mögliche neue Therapien Patienten schneller zur Verfügung stehen können.

„Plattformen ähnlicher Art werden bereits kostenpflichtig aufgebaut“, berichtet Evelyn Mahla von der in Marburg angesiedelten Studienzentrale Kompetenznetz Parkinson. Jedoch stehe in diesem Fall die „Michael J. Fox Foundation“ hinter dem Projekt und es sei das Ziel dieser Stiftung, die Forschung und Therapie bei Parkinson-Erkrankung voranzutreiben, wobei keine finanziellen Interessen damit verbunden seien.

Wenn alles klappt, dann könnte die für die Plattform notwendige Internetseite bereits ab dem Welt-Parkinsontag am 11. April bereitgestellt werden. Ziel ist es, dass die deutsche Homepage von Marburger Kompetenznetz Parkinson aus betreut wird, dass seit Jahren mit Kliniken aus ganz Deutschland zusammenarbeitet.

Im Gespräch ist für den Aufbau des Projekts in Deutschland bisher eine Finanzierung durch die Stiftung in Höhe von 75000 Euro. Stiftungsmitarbeiterin Chowdury zeigte sich am Rande des Besuchs in Marburg optimistisch, dass es zu einer Vereinbarung kommen werde.

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