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Neue Nutzung für alten Friedhof

Ortsbeirat Neue Nutzung für alten Friedhof

Die Konzepte für die Nutzung der Gedenkstätte beziehen auch die umliegenden Flächen ein. Dort könnte ein „Generationenspielplatz“ entstehen, überlegt der Ortsbeirat.

Cyriaxweimar. Ein Thema, das sich durch viele Sitzungen des Ortsbeirats Cyriaxweimar zieht, ist die Nutzung des alten Friedhofs. So auch am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle in Cyriaxweimar. Seit mehr als zehn Jahren finden auf dem alten Friedhof, der von Cyriaxweimar und Haddamshausen gemeinsam genutzt wurde, keine Beerdigungen mehr statt und auch der Pachtvertrag ist abgelaufen. Ideen, was mit dem städtischen Grundstück passieren soll, gibt es genügend.

Fest steht aber, dass die Fläche nicht bebaut werden soll. „Wir suchen nach einer Übergangsnutzung, sodass der alte Friedhof nochmal als Grabstätte genutzt werden kann“, sagte Ortsvorsteher Heinrich Löwer (SPD). Hintergrund ist, dass die Kapazitäten des jetzigen Friedhofs in Cyriaxweimar in elf oder zwölf Jahren erschöpft sein könnten. Deshalb wolle man sich die Möglichkeit offenhalten, auf das Gelände zurückzugreifen, sagte Löwer. Auf dieser Grundlage hatte Norbert Wiese aus Haddamshausen Konzepte zur möglichen Nutzung entwickelt, die er den drei anwesenden Ortsbeiräten sowie den sechs Bürgerinnen und Bürgern vorstellte: Das Gelände biete sich für Urnengräber an, sagt Wiese. Es könnten Grabstätten ohne Gedenksteine mit schlichten Holzkreuzen, Blumenbeeten und Sitzbänken entstehen. Das sei nicht nur wegen der Bäume mit ihren tiefen Wurzeln sinnvoll, sondern auch aus finanzieller Sicht. Viele Betroffene zögen Urnenbestattungen vor, weil es günstiger sei.

„So lassen wir den Bürgern eine Wahl“, sagte Wiese. Seine Überlegungen beziehen auch die Flächen um den Friedhof herum mit ein. Unterhalb des Bolzplatzes könnten demnach ein Grillplatz, Hütten und Bänke entstehen. Wiese sprach von einem „Generationenspielplatz, auf dem sich Familien aus Haddamshausen und Cyriaxweimar gerne treffen.“ Von diesen Vorhaben wären auch die angrenzende Schule und der Kindergarten betroffen. Deshalb sei es wichtig, die beteiligten städtischen Ämter in alle Konzepte mit einzubeziehen, sagte Löwer. „Egal, welches Konzept sich durchsetzt, es wird schrittweise erfolgen.“ Schließlich muss die Finanzierung im Haushalt 2014 verankert werden.

- Ansonsten fordert der Ortsbeirat, dass die Verkehrssituation auf der Cyriaxstraße von der Straßenverkehrsbehörde erneut geprüft werde. Weil es auf der Durchgangsstraße erlaubt ist rechts und links zu parken, verengt sich dort die Straße. Kommen sich zwei Autos entgegen komme es zu gefährlichen Situationen, weil die Straße in der Kurve schlecht einzusehen sei, sagte ein Bürger.

Parkplätze kennzeichnen, Bürgersteige einbeziehen

Um die Lage zu verbessern fordert der Ortsbeirat, Parkplätze zu kennzeichnen und dabei die Bürgersteige einzubeziehen. „Vorerst appellieren wir weiter an die Vernunft der Bürger, dort nicht zu parken“, fasste Löwer den Tagesordnungspunkt zusammen.

- Erfreulich war der Bericht von Ortsbeirat Bernd Weimer zur Seniorenarbeit im Allnatal. Die Seniorenarbeit, die im vergangenen Jahr begonnen hatte, sei „gut angelaufen und ein Erfolg.“

Senioren aus dem Allnatal haben nicht nur die Möglichkeit an Computer- und Handykursen teilzunehmen. Auch gemeinsame Spaziergänge, Mittagstische, Kaffeetrinken und einfache Hilfe im Haushalt wie das Auswechseln von Glühbirnen, wird hier angeboten. „Das Interesse an unserem Angebot steigt“, sagte Weimer.

von Ilka Müller

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