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Neue Kulturzentrale ist ab Juni startklar

Erwin-Piscator-Haus Neue Kulturzentrale ist ab Juni startklar

Jetzt ist es so weit: Am ersten Juni-Wochenende findet die feierliche Eröffnung der runderneuerten Stadthalle statt.

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Beim Rundgang war der Treppenaufgang der „neuen Stadthalle“ am Dienstag schon sehr belebt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Aus der ursprünglich 1969 eingeweihten Marburger Stadthalle wird ganz offiziell ein Haus: Im Sprachgebrauch der Stadt Marburg wird die Halle künftig nur noch Erwin-Piscator-Haus heißen. Am Samstag, 4. Juni, um 11 Uhr soll dann drei Jahre nach dem ersten Spatenstich für das große städtische Bauprojekt die offizielle Neu-Einweihung erfolgen. Diesen Termin nannte Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) am Dienstag bei einem Pressegespräch im künftigen „Panoramasaal“ des vier Ebenen umfassenden Gebäudes.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) hofft, dass sich daraus eine neue „Zentrale der Kunst und Kultur“ in Marburg entwickelt. Einen Einblick in den aktuellen Stand der Bauarbeiten und das Innenleben der neuen Stadthalle erhielten am Dienstag nicht nur die Vertreter der Presse, sondern auch die künftigen Hauptnutzer, die mit gespannter Erwartung auf den 4.Juni blicken. „Es ist schön, dass die Übergangszeit bald zu Ende ist“, sagte Matthias Faltz, Intendant des Hessischen Landestheaters. „Für uns wird das Piscator-Haus der zentrale und große Spielort werden. Wir freuen uns vor allem auf eine riesige Bühne“.

Stadthalle Marburg - Erwin-Piscator-Haus. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Immerhin stehen für Theateraufführungen und andere Veranstaltungen im großen Saal 980 Sitzplätze zur Verfügung. Das sind noch neun Plätze mehr als vor dem Umbau, erläuterte Tine Faber, die sich im Auftrag der Stadt als Managerin federführend um das Geschehen in dem neuen Marburger Kultur- und Tagungszentrum kümmern wird.

KFZ als "kulturelle Kellerkinder"

Als eine Art „kulturelle Kellerkinder“ werden im Untergeschoss die Macher und Mitarbeiter des Kulturladens KFZ neu einziehen und gleich zwei Spielflächen bekommen - einen großen Saal und einen deutlich kleineren Raum für Experimentelles - mit einer Kapazität von 600 Stehplätzen oder 300 Sitzplätzen, was ein deutlich erhöhtes Fassungsvermögen gegenüber dem bisherigen Stand bedeutet. Die Einbindung des soziokulturellen Zentrums in das städtische Konzept bewertete KFZ-Mitarbeiter Gero Braach am Dienstag als „hervorragende kulturpolitische Antwort auf die Campus-Planung“. Direkt gegenüber der runderneuerten Halle befinden sich das Uni-Hörsaalgebäude und das Uni-Verwaltungsgebäude - die Ausgangspunkte einer Reihe von Gebäuden für den geisteswissenschaftlichen Campus Firmanei.

„Nach rund 40 Jahren ist für uns nun bald Schluss in der Schulstraße“, sagte Braach.

Am 4. Juni wird abends im „neuen KFZ“ die Marburger Band „Lechuga“ lateinamerikanische Rhythmen spielen. Währenddessen wird es im großen Saal eine Etage höher zur Eröffnungs-Show Musikkabarett mit Lars Reichow und Schauspielern des Landestheaters sowie Schülern der Martin-Luther-Schule geben.

Am Sonntag, 5. Juni, ist dann erneut ein „Tag der offenen Tür geplant“, bei dem alle Mar­burger einen Blick hinter die Kulissen des Hauses werfen ­dürfen. Das detaillierte Programm wird im kommenden Monat bei einer weiteren Pressekonferenz vorgestellt.

Erfreut über die baldige Fertigstellung des Großprojektes zeigte sich auch Karl Goecke, Schulleiter der Martin-Luther-Schule, die in dem Gebäude-Ensemble mehrere neue Räume bekommen wird. Bereits ab dem 2. Mai werden auch die Mitarbeiter der Marburg Stadt und Land Touristik GmbH aus ihrem bisherigen Domizil am Pilgrimstein in das Piscator-Haus umziehen.

Die Foyers und das Restaurant sollen übrigens künftig ganztägig zwischen 9 und 23 Uhr ­geöffnet bleiben, kündigte „Piscator-Haus“-Managerin Tine Faber an.

von Manfred Hitzeroth

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